ESOTERISCHES - Psynergie - Heilung auf der geistigen Ebene

Heilung auf der geistigen Ebene
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Folgdende Doku stellt eine neue Betrachtungsweise der Natur dar.
Die 5 biologischen Naturgesetze erklären den Verlauf und die Notwendigkeit der Programme in biologischen Organismen. Die Programme äußern sich in organischen, psychischen und zerebralen Symptomen.



Die 5 biologischen Naturgesetze


1. Biologisches Naturgesetz

Das erste biologische Naturgesetz hat 3 Kriterien:

  1. Jedes Sinnvolle Biologische Sonderprogramm (SBS) wird durch einen entwicklungsgeschichtlich dramatisch empfundenen Umstand aktiviert. Diese Aktivierung ist nicht psychischer Natur.
  2. Die Art der unbewussten Empfindung der biologischen Problemstellung bestimmt, welches spezifische SBS aktiviert wird.
  3. Das SBS verläuft stets synchron auf den drei Ebenen Psyche, Gehirn und Organ. Keine dieser Ebenen ist ursächlich für die Aktivierung des SBS.
Erklärungen zum 1. Kriterium:

Dr. Hamer taufte die dramatische Erstaktivierung eines SBS “DHS”. Eine Situation ist als DHS einzustufen, wenn wir völlig unerwartet die Kontrolle über die Situation verlieren und in der Konsequenz unsere biologische Existenz (oder auch die einer geliebten Person) in irgendeiner Weise bedroht ist.
Das SBS startet bei seiner Erstaktivierung nur, wenn die Situation für uns hochakut-dramatisch ist, wenn sie völlig unerwartet passiert (wenn wir damit nicht gerechnet hatten und uns nicht darauf vorbereiten konnten) und die Situation isolativ empfunden ist. Isolativ heißt, dass man zum Beispiel völlig alleine mit dem Problem ist oder man sich von niemandem verstanden fühlt. Ganz oft ist es auch der Fall, dass eine Person das Problem aus Scham für sich behält. Vielleicht aus Angst vor gesellschaftlichen Konsequenzen aller Art, weil das Problem sehr peinlich oder auch geächtet ist.
Das S in DHS steht für Syndrom. Damit ist das gleichzeitige Auftreten dieser 3 Kriterien gemeint.



Das DHS findet nicht auf der Bewusstseinsebene statt sondern auf der Instinktebene. Der biologische Konflikt ist also nicht psychischer Natur. Das DHS bewirkt lediglich eine Veränderung in unserer Psyche damit wir entsprechend handeln und fühlen und uns an den biologischen Konflikt anpassen oder ihn lösen können.

Das gestartete SBS ist also als Reflexreaktion zu verstehen.

Der biologische Konflikt betrifft den gesamten Organismus und drückt sich in den Ebenen Psyche-Gehirn-Organ aus. Demzufolge gibt es in keiner der Ebenen einen Zustand der nicht gleichzeitig in den jeweils anderen Ebenen ein Äquivalent hätte.
Demnach sind Vorstellungen wie “Stress/Angst/Falsche Gedanken führen zu Krankheit” falsch. Denn der Stress, die Angst und die negativen Gedanken sind bereits Teil eines aktiven Sinnvollen Biologischen Sonderprogrammes (SBS).
Ein SBS wird notwendig, wenn man völlig unerwartet die Kontrolle über einen existenziell wichtigen Teil seines Lebens verliert.
Ob ein SBS symptomatisch problematisch wird hängt von der Konfliktintensität und der Dauer ab (Intensität x Dauer = Konfliktmasse). Mehr Details dazu im 2. und 5. biologischen Naturgesetz.

Die folgenden drei Darstellungen sind gemäß dem ersten biologischen Naturgesetz nicht korrekt:



2. Ebenso ist es falsch, dass die Psyche oder Seele ein Sinnvolles Biologisches Sonderprogramm auslösen soll:



3. Das DHS entsteht nicht in der Psyche, welche demzufolge auch nicht den Impuls an das Gehirn und von dort an das Organ weitergibt – diese gedachte Kausalkette wird oft interpretiert, doch sie besteht derart nicht.



Korrekt ist, dass die biologische Aktivierung sich gleichzeitig auf den gesamten Organismus auswirkt und das SBS in diesen drei gedachten Ebenen abläuft, von denen jedoch keine ursächlich ist:



Erklärungen zur biologischen Aktivierung folgen am Ende des Kapitels.

Vorsicht: Nicht allen SBSen muss unmittelbar ein hochakut-dramatisches, isolatives, unerwartetes DHS-Erlebnis vorhergegangen sein. Denn die meisten Prozesse werden durch sog. Schienen oder Rezidive (re)aktiviert (Detailierte Erklärungen dazu in Band 2 von “Das System der 5 Biologischen Naturgesetze”).

Vorsicht: Das DHS ist nicht mit „Stress“ gleichzusetzen. Der „Stress“ ist die Folge des DHS; es ist bereits das Symptom. Die biologische Aktivierung versetzt den Organismus in Stress. Der durchaus verbreitete Glaube, dass Stress zu einem SBS führt, ist also unkorrekt.

Eine grobe Abstufung der Entisolationsmöglichkeiten – also des Herausnehmens des isolativen Faktors – und somit des Verminderns der Gesamtkonfliktaktivität:

  1. Man erzählt das Problem, egal ob jemand zuhört oder ob Feedback kommt. Zum Beispiel auch in ein Tagebuch oder auf einer sozialen Plattform im Internet. Dies ist „besser als nichts“ und kann den Druck leicht herausnehmen.
  2. Man erzählt das Problem jemandem, der einem zuhört, mitfühlt, nachfragt. Eventuell hat er/sie ähnliches oder gleiches erlebte. Dann hilft dies umso mehr, um sich nicht mehr isoliert zu fühlen.
  3. Man teilt das Problem mit einer Person, die gleichsam betroffen ist; man trägt dasselbe Problem direkt zusammen. Dies ist der idealste Umstand für das Entisolieren.
Beispiel: Man schreibt in sein Tagebuch, wie traurig man über den Tod der eigenen Mutter ist (gemäß Stufe 1). Besser ist (gemäß Stufe 2) wenn man sich mit jemandem austauscht, der auch mal seine Mutter verloren hat und dies nachempfinden kann. Am besten (3.) ist der Austausch mit Geschwistern, die den Tod der Mutter direkt mit einem teilen und den Umstand gleichsam empfinden. Interessiert sich der Bruder eventuell jedoch gar nicht für die tote Mutter, ist er keine Hilfe.

Erklärungen zum 2. Kriterium:
Im Moment der biologischen Aktivierung wird der Konfliktinhalt definiert. Jedem Konfliktinhalt ist eine bestimmte psychische Veränderung, eine bestimmte Lokalisation des Hamerschen Herdes im Gehirn und eine bestimmte Organveränderung zugehörig. Welcher Konfliktinhalt (völlig unbewusst) interpretiert wird hängt von der Art der biologischen Bedürfnisse ab die konfliktiv betroffen sind.

Hierbei ist nicht relevant, was passiert. Es geht nur um die biologisch unbewusste Wahrnehmung der Situation. Man kann es sich so vorstellen, dass wir von einem Raster von so vielen biologischen Bedürfnissen gesteuert werden, wie es Organteile und somit SBS gibt. Jeder Konflikt fällt zwangsläufig in ein Feld dieses großen biologischen Bedürfnisrasters, denn außerhalb des Rasters gibt es keine Wahrnehmung oder Empfindung. Dabei ist es völlig gleichgültig, welche Namen wir dem Problem geben, welche Worte wir nutzen, um es zu beschreiben. Alles was wir erfahren, auch spirituelle Zusammenhänge, werden stets durch dieses biologische Raster gezwängt. So haben wir z.B. keine religiöse Ader. Das Verlangen nach einer Gottfigur ist dabei biologisch bedingt und es ist das Bedürfnis nach einem kompetenten Alphawolf oder Vater für die Gruppe, der alles regelt, einen beschützt und alles ins Lot bringt. Inwiefern wir auch jenseits der Biologie existieren und Bedürfnisse abseits davon haben, kann ich nicht sagen. Es liegt aber im Bereich des Vorstellbaren.

Gemäß den fünf biologischen Naturgesetzen hat jedes SBS einen Konfliktinhalt, der selbstverständlich in Worten formuliert ist. Doch wenn man bei einem SBS z.B. die Worte „Überforderungskonflikt“ oder „Sorge-Konflikt“ hört und man diese Worte für eine Sache im eigenen Leben passend findet, heißt dies nicht, dass man das entsprechende SBS aktiv hat. Welche Worte wir passend finden spielt keine Rolle. Ohnehin hat jede Person ihre eigene Sprache und verbindet mit jedem Wort etwas völlig oder leicht anderes entsprechend den erlebten Umständen, in denen man das Wort gelernt hat oder in denen es benutzt wurde. Es geht bei den Konfliktinhalts-Definitionen nur um die biologische Empfindung, die man eigentlich gar nicht in Worte fassen kann und die sich dabei auch immer an der Organfunktion orientiert.

Was man sicher sagen kann ist: Hat man ein spezielles SBS aktiv, dann hat man auch den entsprechenden Konfliktinhalt (egal welche Worte für ihn benutzt werden) aktiv. Erst dann kann man überhaupt erst eine Vorstellung dafür bekommen, was die jeweilige sprachliche Konfliktdefinition bedeutet und wie sie sich biologisch anfühlt.

Erklärungen zum 3. Kriterium:
Es handelt sich nur um drei gedachte Ebenen. Eigentlich ist es nur eine Ebene, die jedoch in drei einzeln diagnostizierbare Ebenen unterteilt wird. Da sie jedoch alle eins sind, wirkt sich jede Veränderung gleichermaßen auf alle drei gedachten Ebenen (Psyche-Gehirn-Organ) aus die somit immer synchron verlaufen.

Verändert man eine Ebene, verändern sich die anderen auch entsprechend. Mache ich ein Hirnrelais durch externe Applikation sympathikotoner, werden auch die zugehörige Organfunktion und das psychische Symptom sympathikotoner.

Wie gesagt, ist es eigentlich alles eins. Unser Denken und Empfinden steckt zwar im Gehirn, doch das Gehirn steckt auch in allen Organen, welche somit auch alle „denken“. Das sogenannte Organgehirn. Nimmt man es genau, gibt es keine Trennung zwischen Psyche, Gehirn und Organ. Kennt man den Zustand einer der drei Ebenen, weiß man auch, wo die beiden anderen sich gerade befinden.

Wie schon gezeigt, gibt es keine Kausalkette zwischen den Ebenen, sondern sie sind eine Einheit. Keine der Ebenen ist ursächlich für ein SBS.

Übrigens: Die Psyche ist in diesem System folgendermaßen definiert:
Empfinden – Sie gibt vor, wie man sich fühlt
Denken – Sie gibt vor, worüber man nachdenkt
Handeln – Sie erzeugt das Bedürfnis bestimmte Handlungen zu vollziehen

Je nachdem welches SBS läuft, hat man unterschiedliche Arten des Empfindens, Denkens und Handelns.

Beispiel

Im folgenden Beispiel erleben fünf unterschiedliche Personen oberflächlich die gleiche Situation, interpretieren diese jedoch biologisch komplett unterschiedlich:

Herr A betrachtet seine Rolle in der Firma hauptsächlich als Möglichkeit um seinen Lebensunterhalt zu sichern, es gibt ihm “das tägliche Brot”.



Die Schließung der Firma ist für ihn hochakut-dramatisch, da sein “täglich Brot” nun gefährdet ist.

Er fühlt sich isolativ, da er alleinstehend ist und er das Problem komplett alleine trägt. Er hat mit dieser Situation nicht gerechnet, sie trifft ihn auf dem falschen Fuß.

Er erleidet einen biologischen Konflikt mit dem Inhalt des Verhungerns, einen “Verhungerungskonflikt”.

In diesem Beispiel aktiviert Herr A das SBS der Leber.

Dies heißt auf Organebene eine Überfunktion und ein Zellwachstum der Leber. (Dies ist ein Vorgriff auf das dritte biologische Naturgesetz, welcher an dieser Stelle und in den folgenden Beispielen nicht weiter verwirren soll.)

Psychisch erzeugt das Programm eine Angst vor Verhungerung und einen Antrieb sich um neue Einkommensmöglichkeiten zu kümmern.

Herr B hat eine höhere Stellung im Betrieb und sieht diese Stellung als den persönlichen Geltungsbereich an, als das eigene Revier.



Die Schließung der Firma ist für ihn hochakut-dramatisch, da sein bisheriger Geltungsbereich in dem er Ansehen genoss, plötzlich weg ist.

In seinem Job war er „Jemand“. Ohne diese Firma ist er ein „Niemand”.

Zusätzlich ist diese Situation isolativ, da keiner, der nicht in der gleichen Situation steckt, dies aus seiner Sicht nachvollziehen kann. Niemand versteht ihn.

Die Schließung war unerwartet.
Er erfährt eine biologische Aktivierung die sich auf den Platz in der Hierarchie der Gruppe bezieht.
Herr B erfährt in diesem Beispiel auf Organebene eine Verminderung der Testosteronausschüttung, eine Weitung und erhöhte Sensibilität seiner Herzkranzarterien, eine Senkung seines Pulses und eine Verminderung seiner penalen Sensibilität. Psychisch wird er antriebsloser. Diese Symptome haben den Zweck, dass er in der Gruppenstruktur (Begattungshierarchie) nach hinten versetzt wird und nicht die Möglichkeiten hat, etwas dagegen zu tun.

Herr C hatte sich stets als wichtigen Teil der Firma verstanden, ging es der Firma gut, war er stolz, ging es der Firma schlecht, litt sein Selbstwert.



Die plötzliche Schließung des Betriebs war für ihn eine schwere Niederlage, zumal man es nicht einmal für nötig befunden hatte ihn zu unterrichten.

Er steht völlig alleine da mit dem Problem und der Rausschmiss war völlig unerwartet.

Er erleidet einen sogenannten zentralen Selbstwerteinbruch. Er nimmt die Situation so wahr, dass seine Art den Job auszuführen, nicht gut genug war, dass seine Ideen nicht gut genug waren.

Herr C erfährt organisch einen Abbau eines der Gewebe der Lendenwirbel. Der Sinn dessen wird im fünften biologischen Naturgesetz erläutert.

Psychisch ist er völlig verunsichert bezüglich seiner Fähigkeiten in dem Gebiet, das seine Arbeit betrifft. Dies ist der Fall, wenn das erwähnte Programm nur einseitig läuft. Läuft es jedoch beidseitig ist das psychische Symptom ins Gegenteil gekehrt. Er würde seine Ideen und Fähigkeiten für die besten halten. Er entwickelt eine Motivation es allen zu zeigen, dass er diese Arbeit leisten kann, wie kaum ein anderer.

Herr D betrachtet seine Rolle in der Firma als eine Möglichkeit den persönlichen Luxus zu fördern.



Sein Lebensunterhalt ist durch seine große Familie gesichert. Er empfindet den Arbeitsplatz nicht als sein Revier, sondern in erster Linie sein Zuhause bei seiner Frau. Die Schließung der Firma ist für ihn daher nicht hochakut-dramatisch.

Die Schließung ist zwar isolativ und unerwartet, doch durch das Fehlen der Dramatik, stellt die Situation keinen biologischen Konflikt dar.

Bei Herrn D ist kein SBS notwendig, weil seine biologische Existenz in keinerlei Hinsicht beeinträchtigt wird.

Herr E ist der eigentliche Normalfall.



Er erfährt gleich drei Aktivierungen auf einen Schlag, da für ihn alle Bereiche dramatisch sind.

Bei ihm sind alle SBSe aus den vorhergehenden Beispielen notwendig.

Fast jede Konfliktsituation im Leben macht mehrere SBSe notwendig. Auch wenn wir nur einen einzigen Konflikt bewusst empfinden, ist diese bewusste Wahrnehmung nur die Summe aller Wahrnehmungsnuancen. Es ist so, als würde ein Konflikt mir eine blaue Brille aufsetzen und ein anderer eine gelbe Brille. Im Endeffekt leide ich nun darunter alles Grün zu sehen. Üblicherweise ist jede Konfliktsituation auf unterschiedlichen Ebenen gefährlich und eine breite Palette von organischen und psychischen Veränderungen ist nötig, um die Situation zu lösen.

Dass in einer Konfliktsituation nur ein einziges SBS startet, ist eine eher theoretische Überlegung und in der Realität eher selten.

Durch dieses Beispiel sehen wir, dass mehrere Personen die gleiche Situation völlig anders empfinden können. Sie können dabei unterschiedliche Konflikte erleiden oder auch gar keinen Konflikt. Jede Art des Konfliktes braucht einen bestehenden Nährboden, der vorweg gegeben sein muss.

Die Vorgehensweise zur Problemlösung wäre für alle dargestellten Beispiele vollkommen unterschiedlich. Es gibt natürlich noch unendlich andere Möglichkeiten der Konfliktempfindungen und der infolgedessen notwendigen SBSe. Nach den fünf biologischen Naturgesetzen haben wir keine Merksätze für diese Geschehnisse, weil jeder Fall völlig individuell ist, wie Sie schnell im Alltag erleben werden. Stattdessen gilt es, die Dynamik dieser Prozesse zu verstehen.

Beispielsweise könnte die Begründung für den Rausschmiss auch lauten „Sie sind immer zu langsam“ was dann, je nach Wahrnehmung, zum Beispiel das SBS der Schilddrüse aktivieren könnte oder eines des Knies. Das Schilddrüsenprogramm ist dafür da, einen schneller zu machen, was in Zusammenhang mit den dort produzierten Hormonen steht. Bei den Bestandteilen des Knies geht es um die Bewegung, um das „Nichthinterherkommen“ und „Nicht schnell genug sein“.

Ebenso könnte man mit dem SBS der Zähne oder der Ferse reagieren, weil man sich nicht dagegen wehren kann, weil man den Chef „nicht beißen“ oder „nicht zerstampfen“ kann. Fast jedes SBS wäre denkbar. Es hängt einzig und alleine davon ab, wie man die Situation im Detail wahrnimmt.

Es ist nicht von Relevanz, WAS geschehen ist, sondern nur, WIE es empfunden wurde. Dies ist der sog. Konfliktinhalt. Man kann also unmöglich sagen, welche Situation ein bestimmtes Geschehen notwendig werden lässt.

Unter dem DHS stellt man sich oft ein Weltuntergangsszenario vor. Doch es kann ebenfalls ein DHS sein, wenn wir aus Versehen ein gefülltes Glas umstoßen, wenn wir in einen Hundehaufen treten, wenn wir ausrutschen und hinfallen. Die Situationen sind nach einem Moment wieder vorbei und als ungefährlich identifiziert. Doch in dem Moment, wenn es passiert, wird es genauso dramatisch wahrgenommen, wie eine wirklich schlimme Sache. Symptomatisch liegt der Unterschied nur in der Laufzeit der Programme. Läuft ein Programm nur eine Sekunde, wird es in den meisten Fällen zu keinen bemerkbaren organischen Veränderungen kommen.

Vorsicht:

Nicht die Situation selbst macht den Konflikt, sondern die Wahrnehmung des Betroffenen! Welche der ca. 172 SBSe notwendig werden, hängt von der genauen biologischen Konfliktwahrnehmung ab; also welche biologischen Bedürfnisse im Detail gefährdet sind.Es spielt keine Rolle wie ICH die mir von jemandem beschriebene Situation empfinde, sondern nur, wie die betroffene Person sie empfindet. Klingt offensichtlich, doch es gibt immer noch viele Menschen, die einem Betroffenen einreden wollen, wie eine Situation zu empfinden sei oder dass sie egal sei. Dies hilft dem Betroffenen nicht. Dass die Person mit einem SBS auf etwas reagiert, beweist, dass es für die Person etwas Schlimmes ist.

Kurzerklärung zu den Hamerschen Herden (HH)
Die Symptome auf Ebene der Psyche sind eine veränderte Sicht auf die Welt, ein verändertes Handeln, Fühlen und Denken.

Am Organ gibt es Funktionsänderungen, die im 3. Naturgesetz genau beschrieben werden.

Auf Ebene des Gehirns sehen wir die sogenannten Hamerschen Herde, benannt nach ihrem Entdecker.

Diese sogenannten „Hamerschen Herde©“ (HH) sind sichtbare ringförmige Erscheinungen, die sich im Falle eines vorhandenen Sinnvollen Biologischen Sonderprogramms in der Computertomographie des Gehirns abbilden lassen. Je älter das Gerät, desto deutlicher der HH. Dies liegt an der damals noch geringeren Sensorendichte (=Auflösung). Das Ringartefakt, das der Hirnprozess bewirkt, ist auf neueren Geräten sehr viel feiner und weniger grob. Es ist also weniger gut zu sehen.

Die Hamerschen Herde können in zwei Varianten vorkommen. In der konfliktaktiven Phase und in der konfliktgelösten Phase (Details zu den Phasen folgen im 2. Naturgesetz).

“Aktiver Hamerscher Herd”:
Anhand der Lokalisation des Hamerschen Herdes lässt sich exakt sagen, welcher Konflikt aktiv ist, und welches Organ oder Organteil betroffen ist. Und dies unmittelbar nach dem DHS, also schon lange bevor ein Geschehen am Organ zu sehen ist.
Dr. med. Hamer hielt diese Kreiserscheinungen zunächst für Artefakte des CT-Gerätes; eine Annahme, die sich jedoch nicht länger halten ließ, da die Herde sich synchron zu den Organgeschehen änderten und die Position im Hirn stets beibehielten. Es war eine klare Systematik im Verhältnis zur Organebene seiner Patienten zu erkennen.

Doch im Grunde hatte Dr. Hamer Recht mit der Annahme, dass es sich um Artefakte handelt. Denn der abgebildete Kreis ist nach heutigem Wissenstand tatsächlich ein Artefakt des stattfindenden Hirnprozesses. Das heißt, die Röntgenstrahlen werden durch den Hirnprozess des aktiven SBS abgelenkt und ergeben im Bild dann eine Ringstruktur. Doch im Gegensatz zu den bekannten Geräteartefakten, können diese Artefakte in beliebiger Anzahl in einem Bild zu sehen sein. Geräteartefakte kann es jedoch nur eines geben.


Bildquelle: Danke Doktor Hamer

Durch die zunehmende Zahl der Sensoren in den Computertomographen ergibt sich, dass die Hamerschen Herde immer schlechter zu sehen sind, da sie immer feiner werden.
Bei Vergrößerung: Im linken Bild 2 HH, im rechten einer.

“Gelöster Hamerscher Herd”:
Wird der zugrunde liegende Konflikt gelöst, wird die Lösung auch im Gehirn sichtbar. Während der Lösungsphase geschieht dies unter starker Schwellung.
Im CT stellt sich dies so dar, dass die bisher scharfrandigen Ringe nun verschwimmen und sich den anatomischen Gegebenheiten anpassen, also “eindellen”.


Quelle: Vermächtnis einer Neuen Medizin
von Dr. Ryke Geerd Hamer
Ein HH in Lösungsphase:
Oben rechts sieht man deutlich die Eindellung.


Durch die Schwellung und die Raumforderung kann es nun zu Ausfällen des Nervensystems, zu Schwindel und anderen Ausfällen kommen, indem umliegende Gewebe jedweder Art eingeschränkt werden. Am vom entsprechenden Hirnrelais gesteuerten Organ gibt es zu diesem Zeitpunkt Funktionseinbußen.

SBSe, die häufig an der gleichen Stelle im Gehirn ablaufen, können durch das ständige Hin und Her mit Vernarbungsprozessen sog. „Hirnzysten“ bilden. Das Gewebe ist dadurch weniger leistungs- und strapazierfähig.

Der weitere Verlauf des Hirnprozesses wird im 2. Naturgesetz erläutert.

Der geübte CCT-Diagnostiker ist nicht nur in der Lage, anhand eines CCTs zu bestimmen, welcher Konflikt in welcher Phase vorliegt und welches Organgeschehen damit im Zusammenhang steht. Er kann ebenfalls Auskunft darüber geben, wie alt der Konflikt ist und ob er häufig angelaufen ist oder nur einmal. Alte Programme, z.B. aus der Kindheit, können in Form von Vernarbungen ebenso erkannt werden.

Dieses Buch wird sich den Hamerschen Herden nicht detaillierter widmen, da der praktische Nutzen eher gering ist, zumal die drei Ebenen ohnehin immer exakt synchron verlaufen. So kann man durch organische oder psychische Symptome genau die gleichen (oder auch deutlich bessere) Schlüsse ziehen. Das Arbeiten mit Schädel-CTs dient in erster Linie der Forschung, um neue Zusammenhänge zu entdecken oder das bestehende Wissen zu verfeinern.

Ein CCT-Bild ist obendrein immer nur eine Momentaufnahme aus der Vergangenheit, die in einigen Teilen mit dem jetzigen Moment vielleicht schon nichts mehr zu tun hat. Die anderen beiden Ebenen sind jedoch immer brandaktuell. Und wenn man beispielsweise einen eindeutigen Organbefund hat, kann man damit schon genau vorhersagen, wie es im Gehirn aussehen wird, an welcher Stelle ein Hamerscher Herd zu sehen sein wird. Im Gehirn sind einige bestimmte Schaltzentralen jedoch so eng zusammen, dass man aufgrund eines CCT-Bildes nicht sagen könnte, welches Relais nun genau betroffen ist.

Für medizinische Zwecke braucht man ein CCT im Grunde nur dann, wenn die betroffene Person nicht kommunizieren kann oder die Situation aus anderen Gründen völlig unklar ist. Aufgrund der wahrnehmbaren Symptomatiken ist man mit wenigen gezielten Fragen schon am Ziel.

Ich positioniere mich deutlich gegen die Idealisierung der Gehirn-CTs zumal sie in den allermeisten Fällen überhaupt keinen Zweck erfüllen und die Person nur unnützerweise Radioaktivität ausgesetzt wird. Aus den bestehenden organischen und psychischen Symptomen kann man sich ohnehin ableiten, was man im CT sehen würde.

Reaktivierungen eines SBS
Es gibt drei Möglichkeiten ein SBS zu starten. Das DHS, das Rezidiv oder die Schiene.

Zum erstmaligen Start eines SBS ist immer das DHS mit seinen Kriterien (hochakut-dramatisch, isolativ, unerwartet) notwendig. Doch ab diesem Zeitpunkt kann das Programm jederzeit direkt wieder aktiviert werden, ohne dass ein DHS notwendig ist. Das DHS ist im Grunde sehr selten. Es wird fast nur in den ersten paar Lebensjahren mit den Eltern erlebt. Danach aktivieren wir tagtäglich mehr SBSe als wir zählen können durch Schienen und Rezidive.

Dort gibt es zwei Möglichkeiten, die ich an dieser Stelle nur in Kürze erläutern möchte. Die detaillierte Erklärung folgt in “Das System der 5 Biologischen Naturgesetze Band 2”

1. Das Rezidiv

2. Die Schiene

Beim Rezidiv kommt man wieder in den Konfliktumstand hinein. Es braucht keinen großen Schock, es braucht nur das gleiche Problem. Ist zum Beispiel eine Person anwesend, die einem den Urkonflikt „reingehauen“ hat, ist man direkt wieder im ursprünglichen Programm drin, wenn man sie sieht. Verliert man seinen Job (DHS) und interpretiert eine Verhungerungsangst, so wird jede folgende Situation mit ähnlicher Aussicht das gleiche Programm nochmal starten lassen, auch wenn kein großer Schock vorherging. Die Sensibilität für den Start des Programmes ist dann nämlich herabgesetzt, es kann direkt starten. Ein Kind, das einen bestimmten Konflikt mit seiner Mutter erlebt hat, kann nun auf alle Frauen mit dem gleichen Programm reagieren. Vater und Mutter werden vom Kind meist generalisiert wahrgenommen und überall in der Welt in anderen Personen wieder gesehen.

Bei der Schiene läuft alles subtiler ab. Im Moment des DHS werden sämtliche parallel wahrgenommenen Eindrücke unbewusst abgespeichert. Tritt einer dieser Eindrücke wieder auf, startet das SBS erneut. Die gespeicherten Eindrücke können alles erdenkliche sein, was der Organismus wahrnehmen kann. Farben, räumliche Anordnungen, Gerüche, eine bestimmte Art von Gegenstand, eine bestimmte Art von Person oder Gesichtsausdruck, Geräusche, Wörter, eine bestimmte Art der Aussprache eines Wortes, aber auch unbewusst wahrgenommene chemische Verbindungen in der Nahrung, die man während des DHS zu sich nahm. So kann theoretisch alles jedes der etwa 172 SBSe starten. Eine Aufzählung von Möglichkeiten ist demnach absolut unmöglich. Man kann nur Beispiele geben, doch jeder Fall ist für sich individuell und man kann nur mehr das Prinzip dahinter verstehen, um damit andere Fälle herleiten zu können. Damit ein parallel wahrgenommener Umstand mit dem Konflikt in Verbindung gebracht werden kann ist nur wichtig, dass dieser exklusiv in dieser Situation auftritt. Etwas, das auch sonst immer oder oft auftritt, wird zu keiner Verknüpfung führen.

Der Sinn von Rezidiven und Schienen ist klar: Das Programm, das einem damals im Konflikt durch die Situation half, wurde als wirksam erkannt und wird jetzt direkt wieder gestartet, wenn ein Umstand erneut erkannt wird, der damals lebensbedrohlich war. Der Körper nimmt an, dass die Situation auch dieses Mal wieder lebensbedrohlich ist oder sein könnte. Demnach wird der Vorsicht halber das damals erfolgreiche Programm nochmals aktiviert. Ein Programm wird als „erfolgreich“ interpretiert, wenn man einen Konflikt überlebt hat.

Im Alltag sind wir von morgens bis abends mit Rezidiven und Schienen konfrontiert. Unsere Handlungen und unser Empfinden sind ein Spielball all dieser Eindrücke. Praktisch also ein undurchschaubarer Wust. Wie ein Ball im Flipperautomaten. Unsere Handlungsmöglichkeit ist (falls überhaupt vorhanden), wie beim Flipper, sehr beschränkt. Die meiste Zeit prallen wir nur zwischen unseren Schienen und Rezidiven rum, ohne diese großartig bewusst wahrzunehmen.

Hat mir im Kleinkindalter eine als Autorität empfundene Person, in dem Fall der Vater, den Mund verboten und ich habe ihm, entsprechend der entstehenden Wesensänderung des daraufhin startenden SBSes, klein beigegeben, so werde ich später durch jede als Autorität wahrgenommene Person direkt wieder klein und ruhig. Es startet immer wieder das SBS, das mich ruhig stellt. Andersherum kann Autorität auch eine Schiene für ein SBS sein, das zum Widersetzen führt. Infolgedessen würde immer, wenn jemand einem sagen will, wo es lang geht, das ursprüngliche SBS aktiviert werden und man würde sich von niemandem etwas sagen lassen, sondern direkt kontra geben.

Dieses Beispiel bezog sich auf die psychische Ebene, aber die Programme laufen selbstverständlich auch im Gehirn und am Organ. So kann im Endeffekt jede Wahrnehmung zu jedem körperlichen und psychischen Symptom führen. Wobei man hier noch die Phasen des SBS beachten muss.

Am Verhalten der Person im aktiven SBS sieht man außerdem, in welchem Alter das Ur-DHS gewesen sein muss. Denn sie verhält sich dann wieder genau so, wie sie es beim ersten Mal tat. Das Gesicht, die Körperhaltung und das Verhalten verändern sich. Ein erwachsener Mann kann dann von einer Sekunde auf die nächste in Sachen Mimik und Körperhaltung wie ein kleines Kind aussehen, handeln und empfinden.

Von der Situation zum SBS



Diese Grafik ist meiner Ansicht nach eine der wichtigsten Überhaupt. Ohne diese exakte Verlaufskenntnis versteht man die SBSe nicht wirklich und man setzt den Hebel bei Interventionen stets an der falschen Stelle an.

Am Anfang steht immer die Situation an sich, das was tatsächlich passiert (a). Unsere ständige Wahrnehmung (b) nimmt diese Eindrücke auf und filtert sie durch unseren biologischen Code, unsere Erfahrungen usw. (c).

Basierend auf diesen beiden Faktoren wird die Situation bewertet (d). Sie wird entweder als biologischer Konflikt bewertet (e) oder nicht (f). Im Falle des biologischen Konfliktes gibt es zwei gleichzeitige Reaktionen (g). Dies ist ein Vorgriff auf das zweite biologische Naturgesetz. Einerseits die allgemeine Reaktion der Aktivierung des Sympathikus (h). Andererseits bestimmt der empfundene Konfliktinhalt, welches der ca. 172 SBSe aktiviert wird (i), welches dann auf seinen drei Ebenen in die konfliktaktive Phase versetzt wird (j) (ebenso Vorgriff auf das 2. Naturgesetz).

Es sei zu beachten, dass die ständige Wahrnehmung (b) des Organismus sich nicht nur auf die allgemein bekannten fünf bewussten Sinne beschränkt. Wir haben auch viele unbewusste Sinne, quasi Eingeweide-Wahrnehmungen, die z.B. auch die chemische Zusammensetzung des Nahrungsbrockens im Verdauungstrakt erkennen.

Der biologische Code (c) ist für jede Lebensart von Beginn an vorgegeben (a priori). Es bedarf z.B. keiner Lebenserfahrung, um bei Nahrungsmangel eine Verhungerungsangst zu empfinden. Zum biologischen Code zählen also alle für eine Rasse oder Art spezifischen Vorprogrammierungen. Die restlichen Bestandteile der lila Wolke (c) (Abb. 13) kann man als die Ansammlung aller erlernten Erfahrungen bezeichnen, jene, die uns also nicht schon von Beginn an mit auf den Weg gegeben wurden.

Die Wahrnehmung (b) der Realität/Situation (a) wird stets zwangsläufig durch diese Wolke (c) gefiltert und führt zur Bewertung der Situation (d). So kann ich auf eine Situation völlig panisch reagieren, während mein Nebenmann sie zwar wahrnimmt, ihr aber keine weitere Beachtung schenkt.

Konflikte und Konfliktlösungen entstehen somit immer in der Wirklichkeit 2. Ordnung. Das, was real passiert (Wirklichkeit 1. Ordnung), muss nicht zwangsläufig eine Auswirkung in konfliktive oder konfliktlösende Richtung haben. Eine Änderung in der Wirklichkeit 1. Ordnung kann jedoch einen Konflikt oder eine Konfliktlösung darstellen; aber nur über die daraus veränderte Wirklichkeit 2. Ordnung. Es ist alltäglich, dass man Konflikte einzig und alleine in der Wirklichkeit 2. Ordnung (also quasi im eigenen Kopf) startet und löst, ohne dass in der Wirklichkeit 1. Ordnung tatsächlich etwas Entsprechendes passiert wäre.

Biologische Bedürfnisse und biologische Konflikte
Die biologischen Bedürfnisse eines jeden Organes sind wichtig, um sich die Konfliktinhalte herzuleiten und diese zu verstehen.

Hinter jedem SBS steckt zwar in letzter Konsequenz ein Konflikt, der das eigene Leben oder das der Art bedroht. Doch diese viel zu grobe Sichtweise hilft erst mal nicht wirklich weiter.

Jedes Organ hat sein eigenes kleines Bedürfnis und somit seine eigene spezielle Konfliktnuance.

– Die Lederhaut beispielsweise will die Unversehrtheit des Körpers schützen. Folglich reagiert sie bei einer realen physischen Attacke, wenn man sich nur durch etwas verletzt oder besudelt fühlt, das einen berührt, aber auch durch eine gedachte Attacke. Wenn beispielsweise angedroht wird, dass man aufgeschnitten oder geschlagen werden wird, oder wenn man sich durch einen fiesen Spruch attackiert fühlt, der einem, dem Empfinden nach, an den Kopf oder in den Rücken geworfen wurde. Die Lederhaut reagiert dann an der Stelle, an der diese interpretierte Attacke empfunden wurde.

– Ein Muskel will eine bestimmte Bewegung ausführen. Die glatte Muskulatur des Darmes bewegt Brocken fort, die Skelettmuskulatur ist für Bewegungen des Körpers zuständig. Also reagieren die jeweiligen Muskeln mit ihrem SBS, wenn die jeweilige Bewegung nicht ausführbar ist oder wenn die Ausführung aufgrund mangelnder Geschwindigkeit oder Kraft nicht ausreicht. Bei der Darmmuskulatur geht es einfach um den Brocken, der im Darm festhängt und nicht weiterbewegt werden kann. Bei der Skelettmuskulatur kann es theoretisch um alles gehen. Jemanden festzuhalten, sich selbst oder jemand anderen mit einer Bewegung zu schützen, etwas Lebensnotwendiges schnell genug zu erreichen usw. Es reagiert der jeweilige Muskel, der für die entsprechende Bewegung verantwortlich wäre.

– Eine Speicheldrüse will einen Nahrungsbrocken einspeicheln oder verdünnen, um ihn besser herunterzuschlucken oder ausspucken zu können. Denn kann ich ihn z.B. nicht schlucken, muss ich in der letzten Konsequenz durch Verhungern sterben. Eine Speicheldrüse wird aber durchaus auch beim Küssen oder ähnlichem verwendet.

Es gibt also für jeden Organteil einen ganz genauen Konfliktinhalt, der seiner Funktion entspricht. Nur in der letzten Konsequenz betrifft jeder Konflikt also das Überleben eines selbst oder das der Art. Im Kern läuft also stets alles auf Fortpflanzung hinaus.

Darüber hinaus ist übrigens egal, ob der biologische Konflikt durch einen organischen Reiz oder durch eine bewusste Wahrnehmung entstanden ist. Wie im Beispiel beschrieben, reagiert die Lederhaut auch auf eine rein physische Attacke, von der wir bewusst nichts mitbekommen; also auf eine Verletzung des Gewebes.

Dies gilt analog für alle Gewebe. Der festhängende Brocken im Magen kann real dort sein, wie z.B. ein dickes Steak, welches ein oder mehrere SBSe des Magens kurzzeitig aktiviert, bis es ausreichend kleingemacht wurde. Es kann aber auch eine interpretierte Sache sein. Etwas Lebensnotwendiges, das festhängt, das nicht weitergebracht werden kann, um es dann nutzen zu können (die Nährstoffe werden im Dünndarm gewonnen, also kurz nach der Vorbereitung im Magen und im Zwölffingerdarm). Beispielsweise hatte ich vor dem Druck der ersten Auflage dieses Buches ein entsprechendes Problem. Ich konnte die Daten nicht in das entsprechende Format umwandeln, das die Druckerei benötigt. Der Brocken hing also quasi fest. Ich mühte mich viele Stunden ab und probierte unterschiedlichste Wege aus, bis es schlussendlich dann klappte. Der interpretierte Brocken wurde also erfolgreich weitergeschoben, so dass er dann genutzt werden konnte.

Biologische Konflikte werden nicht bewusst von uns wahrgenommen. Bei dem Wort „Konflikt“ denken viele direkt an „psychische Probleme“ oder zwischenmenschliche Krisen. Um so etwas geht es nicht. Das Wort Konflikt beschreibt hier eine Kluft zwischen den Bedürfnissen und der Realität. Und „biologischer Konflikt“ heißt, dass in letzter Konsequenz das eigene Leben oder die Art bzw. die Gruppe in Gefahr ist; denn in der Biologie geht es im Grunde nur um Überleben und Fortpflanzen. Daher macht alles, was diese beiden Bedürfnisse befriedigt, viel Spaß und sorgt für eine Erfüllung. Umso größer die Freude, wenn der eigene Nachwuchs sich nochmals fortpflanzt. Dann hat sich die eigene Existenz aus biologischer Sicht gelohnt.

Der Konflikt spielt sich stets auf der Instinktebene ab, nicht in unserem Bewusstsein oder in unserer Psyche. Wie ab Seite 40 beschrieben, kann das Bewusstsein nur ein Wertesystem, Glaubenssätze oder Erinnerungen zur Verfügung stellen, basierend auf denen dann biologisch instinktiv vom Organismus interpretiert und reagiert wird. Das, was wir psychisch wahrnehmen, ist der aktive Konflikt auf der Ebene der Psyche. Jede Form von psychischen Problemen und jede Form von Angst ist ein bereits aktiver Konflikt. Die Bedeutung, die wir der Sache bewusst geben, ist ein Folgesymptom. Es ist nicht die Ursache.

Meist ist uns auch der Konflikt gar nicht bewusst. So fühlen wir Ängste, wir ärgern uns, wir fühlen uns unfähig etwas zu schaffen, wir fühlen uns beobachtet oder ähnliches. Dies ist nur, was der Autopilot uns im aktiven Konflikt vorgibt, womit wir uns gedanklich oder vom Empfinden zu befassen haben. Wenn uns dann jemand sagt, dass wir uns keine Sorgen machen sollen, dass wir uns nicht so anstellen sollen, oder dass es nicht so schlimm sei, dann bringt dies nichts, da es nicht an die Ursache geht, sondern nur am (psychischen) Symptom rumdoktert.

Das psychische Symptom des aktiven Konfliktes muss also nicht zwangsläufig dem ursächlichen Konfliktinhalt entsprechen. So kann man an der völlig falschen Baustelle rumdoktern, weil man versucht, das zu bearbeiten, wovor die Person z.B. Angst hat. Die Ursache kann jedoch eine völlig andere sein. In diesem Zusammenhang ist wohl allen der Drang nach Desensibilisierung bekannt. Man konfrontiert die betroffene Person mit der Sache, vor der sie Angst hat, in der Hoffnung, dass sie sich daran gewöhnt. Die Erfolge sind dabei nahe Null. Und wenn es doch einmal funktionierte, dann hat man den eigentlichen Mechanismus nicht verstanden. Es gilt stets den biologischen Konflikt und das psychische Symptom zu unterscheiden. Oftmals wurde früher das psychische Symptom als Konfliktinhalt beschrieben. Dies stimmt jedoch oftmals nicht. Ich gehe an entsprechenden Stellen darauf ein.

Sucht man „den Konflikt“, sieht man oft den Wald vor lauter Bäumen nicht. Denn alle psychischen Sensationen und Wesensregungen sind die Summe aller Programme, die laufen. Wir glauben zwar, die Kontrolle zu haben, doch wir werden nur gedacht. Es ist wie eine Sonnenbrille; alles ist in eine bestimmte Farbe getränkt (Konfliktaktivität auf Ebene der Psyche). Doch wenn man die Brille dauerhaft auf der Nase sitzen hat, bemerkt man sie bald gar nicht mehr. Man glaubt die Verdunklung und Färbung der Brille wäre normal. Einen dauerhaft aktiven Konflikt einer Person zu erfragen, ist aus diesem Grunde problematisch. Man stelle sich vor, man hätte seit frühester Kindheit eine Sonnenbrille auf der Nase sitzen und hat sich komplett an sie gewöhnt. Würde ich jetzt fragen „siehst du alles ein wenig verdunkelt?“, würde man dies wohl verwirrt verneinen, da man natürlich meint alles normal zu sehen. Und so haben wir alle zig Brillen auf der Nase, die zusammengenommen unsere Sicht auf die Welt formen, die in keinem Falle „normal“ ist. Wir sehen alles durch unsere konfliktive Brillenansammlung auf unserer Nase. So ergeben sich von Person zu Person völlig unterschiedliche Ideen darüber, wie man sich im Leben zu verhalten hat, was man tun sollte, was gut oder weniger gut ist, was Spaß macht, wie die Dinge sind. Das Weltbild eben.

Der Konflikt ist wie eine Klaviertaste, die angeschlagen wird, und die schwingende Saite ist das aktive Programm. Es ist die Folge des Tastenanschlages und klingt einfach. So kann ein Mensch auch sein ganzes Leben lang aggressiv sein oder vor bestimmten Situationen Angst haben, ohne zu wissen warum, weil der Tastenanschlag, der ihn aggressiv oder ängstlich machte, nicht im Bereich seines Bewusstseins liegt und niemals gelöst wurde. Würde die Taste zig Jahre später losgelassen, wäre die Grundaggression bzw. Grundangst dieser Person wie verflogen. Das gleiche gilt im Grunde für alle unsere Einstellungen, Sichtweisen und den Rest unseres Charakters.

Er ist die Summe der aktiven Konflikte. Er ist die Summe unserer Überlebens-strategien. Ein breitgefächerter Akkord, der sich über die gesamte biologische Klaviatur erstreckt. Doch wir selbst legen keinen Finger auf die Klaviatur; dies tut der Autopilot. Ob ein Finger von der Klaviatur genommen werden kann, ist auch nicht unsere Entscheidung.

Alle SBSe sind instinktive Reflexe. Wenn uns ein Stück Dreck ins Auge fliegt, wird das Auge sich direkt in einer großen Geschwindigkeit schließen. Unsere bewussten Gedanken kommen erst danach ins Spiel. „Oh, da flog mir was ins Auge, das tut weh, nochmal Glück gehabt…“ oder ähnliches. Kracht es neben mir plötzlich ganz laut, werde ich reflexartig die Augen weit öffnen, meinen Kopf rumdrehen und zusammenzucken. Wiederrum ist davon nichts unsere willkürliche Entscheidung, obwohl der Auslöser durch unser willkürliches Hören wahrgenommen wurde. Und in dieser Hinsicht sind alle SBSe genau diesen bekannten Reflexen entsprechend. Rutsche ich vollkommen unerwartet aus und drohe hinzufallen, greifen meine Arme automatisch nach Halt oder bringen sich in eine Position, um den Fall bestmöglich abzufangen. Wenn ich beginne zu realisieren, was gerade los ist, liege ich vermutlich schon auf dem Boden oder habe mich gerettet. Der Körper hat alles alleine gemacht.

Der Bereich des Bewusstseins und der Steuerung unseres Organismus, der unserer bewussten Kontrolle unterliegt, liegt deutlich hinter dem Großteil des Organismus, der im Autopilot unterwegs ist. Und dieser Autopilot gibt uns sogar vor, mit was sich unser Denken und Handeln beschäftigt. Dort setzt dann, in sehr begrenztem Rahmen, unsere Willkür ein, die jedoch auch im Grunde durch den Autopiloten vorgegeben bzw. suggeriert wird. Die Tatsache, dass es nur um Reflexe geht, entzieht auch diversen Konzepten den Boden, die darauf aus sind, das DHS zu vermeiden. Einerseits ist dies nicht möglich und andererseits wäre dies nicht wünschenswert, da die daraus resultierenden SBSe uns sehr dienlich sind.


Kritische Betrachtung des ersten biol. Naturgesetzes

Die ursprüngliche Erwartungshaltung hinter dem 1. biologischen Naturgesetz

Dr. med. Hamer nannte es zu Beginn der 80er-Jahre „Die eiserne Regel des Krebs“ und behält diesen Namen noch bis heute bei.

Mit dieser Bezeichnung gibt es jedoch einige Probleme, weswegen ich mir die Freiheit nahm, diesen umzuformulieren.

Ein Blick in die Historie

Zunächst einmal war Dr. med. Hamer zu Beginn seiner Forschung in der Erwartungshaltung, der Entstehung des Krebses auf die Spur zu kommen. An Sinnvolle Biologische Sonderprogramme (SBS) war zu diesem Zeitpunkt noch über ein Jahrzehnt nicht zu denken, denn er war ja ein normaler, an die fehlerhafte Natur glaubender Schulmediziner.

Folglich glaubte man damals noch immer lange Zeit an den bösen Krebs, man sah nur eine andere Ursache. Dies drückt sich auch darin aus, dass Dr. Hamer die Hamerschen Herde lange Zeit als „Kurzschluss“ oder „Feldeinbruch“ im Gehirn bezeichnete. Ebenso glaubte er, die Ursache sei psychisch bzw. seelisch. Eine Ansicht, die jetzt natürlich auch widerlegt ist, seit die Psyche als Symptomebene erkannt ist. Deswegen habe ich die falschen Kausalketten in der Erläuterung zum ersten Naturgesetz dargestellt – um zu verdeutlichen, dass diese reflexartigen Grundannahmen vieler Menschen nicht gültig sind.

Krebs?

Der Begriff „Krebs“ verliert seine Existenzberechtigung, wenn man die SBS kennt und weiß, dass jedes SBS ursprünglich durch ein DHS ausgelöst wird. Egal, ob es eine kleine Unterfunktion, einen Zellabbau, eine Überfunktion oder zum Beispiel ein großes Zellwachstum auslöst. Demnach ist der Begriff des Krebses nicht in einen biologisch exakten Kontext einzubetten.

Das Wort „Krebs“ beschreibt völlig unterschiedliche organische Geschehen und einmal wird ein und dasselbe Symptom als Krebs, ein andermal als Schwellung oder auch als Entzündung oder Geschwür bezeichnet. Diese gedachten Krankheitsbilder zu definieren, ist wie einen Pudding an die Wand zu nageln. Eine Erkenntnis, die nach den fünf biologischen Naturgesetzen sehr wichtig ist, ist infolgedessen, dass Bezeichnungen oder Etiketten für Symptome grundlegend keine Aussagekraft besitzen. Es zählt nur, was wirklich da ist. Und dort gibt es keine Trennlinie zwischen allen existierenden Symptomen, da sie alle nach ein und demselben Prinzip ablaufen, welches im 3. Naturgesetz beschrieben wird.

Und durch diese ursprüngliche Fehlannahme bedingt, nahm man lange an, dass diese Naturgesetze nur für die wackelpuddingartige Diagnose „Krebs“ gelten würden. Doch auch jedes kleine Alltagsgeschehen beruht auf dem gleichen Prinzip. Auch dies wusste Dr. Hamer zu Beginn seiner Forschungen für lange Zeit noch nicht. Er war in der Annahme, es ginge nur um „Krebs“.

In meinem Dokumentarfilm durfte ich mir von Neulingen in der Thematik einiges an Kritik anhören für ein Beispiel bezüglich der Speicheldrüsen. Es geht darum, dass eine Zitrone oder der Gedanke an eine einem das Wasser im Mund zusammenlaufen lässt. Dieser biologische Impuls sorgt also für eine Überfunktion der Speicheldrüsen. Die Aussage im Film ist, dass man in genau diesem Moment „Speicheldrüsenkrebs“ habe. Natürlich polarisiert der Begriff „Krebs“ immer ungemein, weil damit meist der Tod oder zumindest ein großes Leiden assoziiert wird. Doch das Prinzip ist das gleiche. Der einzige Unterschied zwischen dem Speichelfluss und einem großen Wachstum der Speicheldrüsen liegt in der Intensität und der Laufzeit des Prozesses.

Dr. Hamer sprach jedoch stets von „Krebs“. Daher basieren Dr. Hamers Erklärungen stets auf sehr heftigen, ausufernden Symptomen, die weit jenseits der alltäglichen Geschehen von uns allen sind. Dr. Hamer formulierte auch, dass ein DHS sehr selten sei. Dies stimmt durchaus, aber wir starten jeden Tag hunderte oder tausende SBSe durch Schienen und Rezidive. Doch nicht jedes SBS macht „Krebs“. Sogar wenn wir tagtäglich kleine DHSe erfahren passiert organisch nichts Außergewöhnliches. Denn die meisten Situationen werden umgehend intuitiv gelöst, indem wir einfach unseren Willen durchsetzen, etwas direkt offen aussprechen oder eine bestimmte Handlung vollziehen. Oder aber die Situation stellt sich ohnehin direkt wieder als ungefährlich heraus.

Die Voraussetzungen des DHS (hochakut-dramatisch, isolativ, unerwartet) sind natürlich einerseits keine messbaren Größen, sondern können nur erfahren und erspürt werden. Andererseits sind sie auch auf der Prämisse des „Krebs“ formuliert. Das heißt, basierend auf den Patientenfällen, die Dr. Hamer zu Gesicht bekam, leitete er sich die drei DHS-Parameter ab. Da er sich jedoch vornehmlich mit „Krebs“-Patienten befasste, bekam er fast nur Menschen zu Gesicht, die Konflikte von sehr langer Laufzeit und absolut hoher Intensität hatten. In diesen Fällen stimmen die drei Parameter mit Sicherheit immer.

Doch wo zieht man die Trennlinie? Ab wann gilt ein Geschehen als unerwartet, als isolativ oder als hochakut-dramatisch? Ist es einfach ein flüssiger Verlauf von sehr geringer bis sehr großer Dramatik und das SBS würde mit der jeweiligen Intensität laufen? Ist ein gewisser Grad von Dramatik wirklich notwendig, um das SBS erstmalig zu starten? Fragen, die im Alltag keine Rolle spielen. Denn der Fakt, dass ein bestimmtes SBS läuft, lässt uns wissen, dass ein bestimmter Konfliktinhalt auf jeden Fall vorgelegen haben muss. Dann ist es mehr oder weniger auch egal, ob es ein DHS, ein Rezidiv oder eine Schiene war.

Im Alltag erleben wir jedoch sehr viele SBSe, deren Ursache jedoch in den meisten Fällen von kaum jemandem mit diesen drei Kriterien beschrieben werden würde. Denn es ist oft eine kleinere Intensität und die Programme sind womöglich nur für kurze Momente notwendig. In der Regel handelt es sich dabei ohnehin um Rezidive oder Schienen; nicht um neue (noch nie zuvor erlebte) Konfliktinhalte.

Daher halte ich es für wichtig, sich zu vergegenwärtigen, dass die Intensität eines Programmes mit der Intensität des Konflikterlebnisses zunimmt, dass es womöglich keine Trennlinie gibt, dass sehr viele vermeintliche biologische Normalprogramme eigentlich doch Sonderprogramme sind und dass das DHS im Kern ein völlig normaler archaisch biologischer Impuls ist. Natürlich gibt es viele „Normalprogramme“, die nicht nach den von Dr. Hamer beschriebenen Naturgesetzen verlaufen, doch viele scheinbare Normalprogramme tun es doch, weil sie eigentlich SBSe sind. Wie im Beispiel der Speicheldrüsenaktivität, wenn man in eine Zitrone beißt oder an eine denkt.

Wie zum Beispiel auch jenes, welches man bei der Frau als „Menstruation“ kennt. Während der völlig normale und biologische Konflikt des „Ich-will-schwanger-seins“ aktiv ist, wird die Gebärmutterschleimhaut aufgebaut. Und wenn der biologische Schwangerschaftswunsch durch die folgende Hormonveränderung nachlässt, werden die aufgebauten Zellen abgebaut und blutig ausgeschieden. Ein Prozess der exakt nach dem im dritten Naturgesetz beschriebenen Mechanismus abläuft, wie man später sehen wird. Wenn der Schwangerschaftswunsch nicht nachlässt, wird das Gewebe auch immer weiter aufgebaut.

Das, was in den Erläuterungen zum ersten Naturgesetz als „biologischer Code“ bezeichnet wird, ist hier maßgeblich. Wir scheinen schon ein Bündel von vorgegebenen Schienen oder Rezidiven mit auf den Weg bekommen zu haben; eventuell auch von den Eltern übertragen. Denn wir können nicht für jeden Regulationsmechanismus im Körper beim ersten Mal ein DHS erleben, ohne welches das Programm sonst niemals starten würde. Viele Programme laufen einfach so, ohne dass wir eine persönliche Vorgeschichte hätten. Die Biologie einer jungen Frau sagt stets, dass sie schwanger werden „will“. Natürlich findet sie verstandesmäßig sehr viele Gegenargumente, dass sie final der Meinung ist, kein Kind bekommen zu wollen. Doch dies sind nur unsere gesellschaftlichen Umstände, die den biologisch stets vorhandenen Kinderwunsch überdecken. Ängste finanzieller Art, dass man noch zu jung sei, dass man erst studieren muss, dass der Vater des Kindes unzuverlässig sei, Angst vorm Krankenhaus, vor der Geburt… und viele mehr. Der Biologie sind alle diese gedachten Probleme egal, der Drang nach Arterhaltung steht dem immer entgegen. Zum Beispiel liegt der Kinderwunsch auf einer Skala von 1 bis 10 bei 10. Die Ängste vor der Geburt, vor Schwangerschaftsstreifen, vor Unfreiheit und der finanziellen Lage sind zusammengenommen 12. Im Endeffekt liegt der gedachte Kinderwunsch dann nur noch bei -2. Ich führe dies so detailliert aus, weil ich für Aussagen wie „jede feminine Frau will immer schwanger werden“ stets Widerspruch ernte, bevor ich die Hintergründe erkläre.

Dass schon kleine Mädchen gerne Vater-Mutter-Kind oder mit Puppen spielen zeigt auch, dass das Bedürfnis, sich um jemanden zu sorgen, schon von frühester Kindheit an da ist.

Doch zurück zur Frage der Intensität. Dr. Hamers Vorgehensweise in der Forschung basiert(e) sehr auf dem Auswerten von CCTs, in denen man natürlich die kleinen Alltagsgeschehen nicht oder kaum sieht, und die Menschen kamen zu ihm eher mit lebensbedrohlichen Symptomen als mit Lappalien. Dabei blieb sehr vieles auf der Strecke. In seinen Erläuterungen ist dementsprechend stets nur von Zellgeschehen zu hören. Die unmittelbaren Funktionsänderungen finden keine oder nur sehr selten Erwähnung, da sie halt kein „Krebs“ sind, also keine großen und gefährlichen Ausnahmesymptome.

So blieb oftmals auch das Verständnis des biologischen Sinnes auf der Strecke. Denn er spricht bei der Erklärung des biologischen Sinnes stets von dem Sinn der Zellveränderungen. Doch was bringt es mir beispielsweise in einer akuten Todesangstsituation, dass ich innerhalb von fünf Wochen vergrößerte Lungenalveolen habe? Nichts. Denn der Sinn liegt in der Funktionssteigerung, die noch in der gleichen Sekunde eintritt.

Aus wissenschaftlicher Sicht ist es sicherlich richtig, sich nur an großen Zellgeschehen zu orientieren. Denn je drastischer die Zellveränderung ist, desto größer sind auch die Zusammenhänge zum Konflikterleben. Bei kleinen Alltagsgeschehen sind dementsprechend die Symptome und das Konflikterleben sehr viel kleiner und schwerer zu ermitteln. Insbesondere beim Konflikterleben bekäme man somit Probleme mit der Wissenschaftlichkeit und würde ins Schwimmen geraten. Denn das Empfinden eines Menschen ist nicht mit technischen Apparaten messbar.

Was also geschieht, ist, dass man die eindeutigen Zusammenhänge, hergeleitet aus sehr schwerwiegend verlaufenen SBSen, herunterrechnet, dass somit durch die Entdeckung auch jedes noch so kleine Symptom verstehbar und erklärbar wird.

Um auch bei kleinen alltäglichen Symptomen die Wissenschaftlichkeit zu wahren, bedarf es einer gut strukturierten Hypothese und einer Gegenprobe. Wenn man meint zu wissen, welche Sache ein Programm bedingt, dann kann dies mit Tests überprüft werden. Kommt zum Beispiel das Symptom X immer zu einem gewissen Zeitpunkt, nachdem ich Sache Y getan habe und sonst nie – und dies ist beliebig oft reproduzierbar – dann ist die Wahrscheinlichkeit der Richtigkeit der These astronomisch hoch.

Diese Erklärungen ist da, um größere Missverständnisse zu vermeiden und für Klarheit bezüglich scheinbarer Inkompatibilitäten mit Dr. Hamers Erklärstrukturen vorzubeugen.







2. Biologisches Naturgesetz

Das 2. biologische Naturgesetz ist das Gesetz der Zweiphasigkeit aller Sinnvollen Biologischen Sonderprogramme (SBS) sofern es zur Konfliktlösung (CL) kommt.

Erläuterung – vegetatives Nervensystem:
Um das Gesetz der Zweiphasigkeit verstehen zu können, bedarf es zunächst einiger Erläuterungen zum Normalzustand und zum Vegetativum.

Unsere Tagesform wird von unserem unwillkürlichen Nervensystem (Vegetativum) gesteuert. Das Nervensystem hat zwei Ausprägungen.

Die normale Tagesphase ist die sogenannte Sympathicotonie

Ihr Gegenspieler ist die Vagotonie

Das Vegetativum befindet sich normalerweise im harmonischen Gleichklang Sympathikotonie und Vagotonie verdrängen sich relativ gleichmäßig im Tag-Nacht-Rhythmus. Dieser Zustand heißt Normotonie. Dabei gleichen sich die Flächen immer gegenseitig aus.



Die normale Ausgleichsbewegung merken viele besonders am Wochenende oder im Urlaub, wenn sie „mal wieder richtig ausschlafen“ können.

Einen Rhythmus von zwölf Stunden Wachsein und zwölf Stunden Schlafen haben im Grunde nur ganz kleine Kinder. Vermutlich durch die zunehmende Konfliktzahl, verschiebt sich der Rhythmus zu längerer Wachzeit.

Sympathicotonie:
In der Sympathicotonie ist der Organismus in höchster Aktivität und Alarmbereitschaft.

Dies bedeutet:
-Erhöhte Ausschüttung der Stresshormone (ACTH, Cortisol, Adrenalin, Thyroxin ua.)
-Hoher arterieller Blutdruck (durch verengte Blutgefäße; dadurch kalte Hautoberfläche)
-Hoher Puls
-Ein- und Durchschlafstörungen, nur Etappenweiser Schlaf
-Energiereserven werden verbraucht

Vagotonie:

In der Vagotonie ist der Organismus in der Entspannung.
Es wird regeneriert, Energiereserven werden wieder aufgefüllt.

Dies bedeutet:
-Verringerte Ausschüttung der Stresshormone (ACTH, Cortisol, Adrenalin, Thyroxin ua.)
-Niedriger arterieller Blutdruck (durch geweitete Blutgefäße; dadurch warme Hautoberfläche)
-Körperliche Entspannung, Trägheit, Müdigkeit
-Langsamer Puls
-Ressourcen werden wieder hergestellt
-Verdauung findet statt
-Antriebslosigkeit

Unterscheidung – genereller Tonus und SBS-Tonus
Im Moment des biologischen Konfliktes passieren zwei Dinge.

  1. Der Organismus wird in eine Dauer-Sympathikotonie versetzt, die solange anhält, bis der zugrundeliegende Konflikt gelöst oder gegenstandslos wird. Wird der Konflikt schwächer, geschieht gleiches auch mit der Sympathikotonie.
  2. Ein spezifisches SBS wird gestartet, das für die empfundene biologische Konfliktnuance zuständig ist. Gingen wir von einem biologischen Verhungerungskonflikt aus, würde nun das SBS der Leber dauerhaft in seinem sympathikotonen SBS-Zustand arbeiten. Dies sähe im Schema aus wie folgt:



Dies darf nicht mit der generellen Sympathikotonie verwechselt werden. Die Dauersympathikotonie des spezifischen SBS läuft davon getrennt. Man ist also insgesamt nicht pausenlos „auf 180“ und kriegt nicht keine Sekunde mehr Ruhe.

Denn es wird, wie in Punkt 1. beschrieben, pauschal bei jedem Konflikt eine generelle Sympathikotonie, mit den oben aufgeführten Symptomatiken, eingeleitet. Also erhöhte Ausschüttung von Stresshormonen, Engstellen der peripheren Blutgefäße usw.

Bereinigt und kombiniert sieht der Verlauf des generellen Tonus ab dem Konfliktmoment also in etwa so aus:



Der normale Tag-Nacht-Rhythmus wird also lediglich „nach oben“ (in sympathikotone Richtung) verschoben. Man ist nach wie vor tagsüber aktiver und nachts müder. Man schläft nachts noch immer, man kriegt lediglich weniger Ruhe.

Erfährt man bei normaler Tagesfitness einen Konflikt, wird man ab diesem Moment noch sehr viel fitter sein (Ausnahme: SBS der Nebennierenrinde). Aktiviert sich ein SBS spät abends, wenn man schon müde ist, wird man nun schlagartig immerhin eine normale Tagesfitness erreichen.

Nach der Konfliktlösung passiert das Gegenteil. Der Tag-Nacht-Rhythmus wird Richtung Vagotonie verschoben. Man ist generell sehr viel vagotoner und auch tagsüber weniger kraftvoll und tendenziell eher zum Bett hingezogen.

Der generelle Tonus beeinflusst die spezifischen SBS-Symptome. Sympathikotone SBS-Symptome werden tagsüber also stärker und nachts schwächer. Vagotone SBS-Symptome werden nachts verstärkt und nehmen tagsüber ab.

Im Folgenden eine detaillierte Erläuterung der Zweiphasigkeit, von der das zweite Naturgesetz handelt. Die Phasen im Einzelnen:



Der normale Tag/Nacht-Rhythmus im ausgewogenen Gleichklang. Diesen Zustand gibt es nur theoretisch, weil jeder von uns immer Sinnvolle Biologische Sonderprogramme (SBS) in zweistelliger Anzahl in unterschiedlichen Phasen laufen hat – seien es auch nur wenig intensive Prozesse oder konfliktive Zustände, an die man sich derart gewöhnt hat, dass man sie kaum noch getrennt wahrnehmen kann, sondern nur die Summe aller Programme als seinen Charakter wähnt. Die perfekte Ausgeglichenheit existiert in der Realität also nicht und ist nur theoretisch vorhanden.

Das einzelne Organ kann jedoch im Gleichklang sein und wird dann erst mit Beginn seines SBS in seiner CA-Phase daueraktiv.

Die konfliktaktive Phase (CA)
(CA = lat. conflictio activus, konfliktaktiv)



Die CA-Phase beginnt mit dem DHS und ihre Intensität entspricht der derzeitigen Dramatik des Konfliktes. In der CA-Phase ist das jeweilige SBS notwendig.

Dauer: Die konfliktaktive Phase dauert an, bis der Konflikt gelöst wird oder bis das Individuum stirbt.

Psychische Symptomatik: Grübeln über das Konfliktthema, suchen nach Lösungsmöglichkeiten, man sieht die Welt durch die konfliktive Brille. Alles wird in Verbindung mit dem Konflikt gebracht. Je intensiver der Konflikt ist, desto weniger kann man sich mit anderen Dingen befassen oder ablenken.

Diverse Sorten von Ängsten finden hier statt. Ängste dürfen nicht mit dem DHS verwechselt werden. Der Konflikt ist die Ursache für die Angst. Die Angst oder der Stress selbst sind Symptom der aktiven Phase. In einer Normotonie hätte man keine Ängste; und Ängste bewirken keinen Start eines SBS.

Diesen Text zu lesen ist Zeichen einer CA-Phase. In kompletter Gelöstheit würde man dies nicht tun. Man liest ihn, weil man irgend eine Möglichkeit der Lösung darin sieht.

Hirn-Symptomatik: Scharfrandiger, konzentrischer Hamerscher Herd im Hirnareal, das dem Konfliktinhalt entspricht. Der Hamersche Herd gibt Auskunft über das betroffene Organ und den Konfliktinhalt.

Körperliche Symptomatik: Einerseits eine generelle Sympathikotonie, wie vorhin beschrieben. Andererseits ist nun das jeweilige SBS, das dem Konfliktinhalt entspricht, in seinem sympathikotonen Zustand.

Die Grafik der Zweiphasigkeit beschreibt vom DHS bis zum Ende der PCL-B-Phase den Verlauf des spezifischen SBS.

Hinweis: Erst das dritte biologische Naturgesetz erklärt, wie sich welches Organ in den unterschiedlichen Phasen genau verhält. Grundlegend gibt es in der CA-Phase die beiden Richtungen der Unterfunktion und der Überfunktion. Je nach Hirnteil geschieht das eine oder das andere.

Vorsicht: Vereinzelte SBSe stehen der generellen Sympathikotonie entgegen. Wie zum Beispiel das SBS der Nebennierenrinde, die in der aktiven Phase eine sinnvolle Verminderung der Kortisolausschüttung macht, wodurch man müder wird. Der biologische Sinn liegt hier im Ausbremsen des Individuums, während es bewusst etwas Falsches tut bzw. sich auf dem falschen Weg befindet oder etwas tut, das es nicht will.Verallgemeinerungen zum generellen Befinden in unterschiedlichen Phasen sind fast immer unwahr. Die gängigsten Missverständnisse folgen am Ende dieses Textes.

Die konfliktgelöste Phase A (PCL-A)
(PCL = lat. post conflictolyse, nach Konfliktlösung)




Die PCL-A-Phase beginnt mit der Konfliktlösung (CL) (Details auf der nächsten Seite). Sie ist in etwa so intensiv verlaufend wie die konfliktaktive Phase (CA), nur in vagotone statt in sympathikotone Richtung. Ab der PCL-A ist das SBS nicht mehr notwendig.

Dauer: PCL-A dauert halb so lange wie die CA-Phase, es sei denn die CA-Phase ging länger als sechs Wochen. In dem Falle dauert die PCL-A-Phase drei Wochen und der Rest verteilt sich auf die PCL-B. Die PCL-A dauert maximal drei Wochen, weil dies die Dauer ist, die der Hirnprozess benötigt. Dieser Wert betrifft den Menschen und kann bei Tieren stark variieren.

Psychische Symptomatik: Man ist „wie erlöst“ bezüglich der Konfliktthematik. Gelöstheit und Ablenkungsfähigkeit. Der Appetit und die Schlaffähigkeit kommen entweder jetzt zurück oder in der PCL-B. In der PCL-A hat man aber, speziell durch die Schwellungssymptome bedingt, einen eher schlechten Schlaf.

Hirn-Symptomatik: Starke Flüssigkeitsansammlung in und um den ehemaligen Hamerschen Herd, der nun nicht mehr zu sehen ist. Dies kann druckbedingt zu einschränkenden Hirnsymptomatiken führen. Das vom Relais gesteuerte Organ kann (starke) Funktionsausfälle haben. Ebenso die benachbarten Hirnrelais und die von ihnen gesteuerten Organe. Im weiteren PCL-A-Verlauf kommt es zur Anreicherung von Narbengewebe (Glia). Die Wassereinlagerung ist zunächst intrafokal (innerlich beim Zentrum), im Verlaufe der PCL-Phase wird sie mehr perifokal (nach außen hin) gelegen sein.

Körperliche Symptomatik: Der Organismus wird in Dauervagotonie versetzt, Kraftlosigkeit, Ruhebedürfnis, Appetit weiterhin vermindert, Einschlafprobleme verringern sich.

Das spezifische vom Konfliktinhalt betroffene Organ lagert Wasser ein. Dadurch gibt es eine Unterfunktion oder auch Fehlfunktionen.

Rechenbeispiele zur Dauer der PCL-A-Phase:

– Dauert die CA-Phase 3 Wochen, dauern PCL-A und PCL-B jeweils 1,5 Wochen.

– Dauert die CA 6 Wochen, dauern PCL-A und PCL-B jeweils 3 Wochen.

– Dauert die CA 12 Wochen, dauert die PCL-A 3 Wochen und die PCL-B 9 Wochen.

Es gibt Ausnahmen: Die embryonalen Gewebe des Mesoderms beanspruchen immer eine neunmonatige PCL-Phase, unabhängig von der Dauer der CA-Phase.

Viele Ausnahmen gibt es bei sehr kurzen Konfliktlaufzeiten im Sekundenbereich, die dann trotzdem PCL-Phasen nach sich ziehen, die Stunden oder Tage dauern.

(Dies hier sind alles auf Erfahrungswerten basierende Regeln, keine Naturgesetze)

Vorsicht: Die Konfliktlösung (CL) ist meist weniger eine Lösung, es ist vielmehr der Moment, in dem das SBS nicht mehr notwendig ist. Es kann als Konfliktlösung empfunden sein, muss aber nicht. Die Suche nach einer Konfliktlösung kann also dementsprechend auch ins Leere laufen.Übrigens: Die Kriterien der CL entsprechen in etwa denen des DHS. Die CL ist ebenso immer unerwartet und kann nicht bewusst herbei geführt werden. Wie beim DHS kann man nur die Umstände ein wenig ändern, so dass ein Eintreten der CL wahrscheinlicher wird. Man kann sich aber weder einen Konflikt erschaffen noch kann man seine Konflikte lösen. Der oft zu hörende womögliche gutgemeinte Ratschlag „Lös deine Konflikte“ ist alles andere als zielführend. Realistisch ist meist eher das Meiden von Schienen oder Rezidiven; zumal die meisten Prozesse ohnehin nur rezidivierend verlaufen (Details folgen im fünften Naturgesetz). Die CL ist im Empfinden so intensiv wie das DHS, nur in die andere Richtung. So unangenehm und schrecklich sich das DHS anfühlt, so schön und erlösend ist die CL.

Die epileptoide oder epileptische Krise (EK)



Die EK beendet die PCL-A und ist durch den nun stattfindenden Hirnprozess bedingt. Die Intensität der „Epi-Krise“ hängt von der Dauer und Intensität der CA-Phase ab. Die Krise ist epileptisch, wenn das SBS die Motorik von Muskulatur betrifft. Bei allen anderen Geweben ist sie epileptoid (epileptisch-ähnlich).

Die EK leitet die Rückkehr zur Normalität ein und bedingt nun die Ausscheidung aller Flüssigkeitseinlagerungen, die zum jeweiligen SBS gehören.

Psychische Symptomatik: Erneutes Empfinden der CA-Phase. Oder wie Dr. Hamer sagt: Man durchlebt den Konflikt nochmal im Zeitraffer.

Hirn-Symptomatik: Wassereinlagerungen im Gehirn und am Organ werden ausgeleitet.

Körperliche Symptomatik: Wiederholt starke Aktivität bzw. Sympathikotonie. Die spezifischen Symptome der CA-Phase kehren wieder, jedoch sehr viel intensiver. Die Kurve in Abb. 21 könnte bei der EK durchaus auch viermal so hoch gezeichnet sein wie die der CA.

Übrigens: Die Dauer der Epi-Krise hängt vom betroffenen Gewebe ab und bewegt sich zwischen wenigen Sekunden und vier Stunden. Genaue Erläuterungen im Kapitel zu den Kriterien der Gewebsarten.

Die konfliktgelöste Phase B (PCL-B)




In der PCL-B wird das eingelagerte Schwellungswasser aus Gehirn und Organ ausgeschieden. Dies kann z.B. durch Urinieren, Schwitzen oder Erbrechen geschehen. In den Atemwegen wird es rausgehustet, aus der Nase läuft es raus oder verstopft diese, so dass man sie putzen muss.

Körperliche Probleme, die durch die Schwellungen bedingt waren, verbessern sich nun rapide.

Dauer: Die PCL-B dauert so lange wie die Restzeit, die die PCL-A „übrig gelassen“ hat. Sie geht sanft in den Normalzustand über, so dass das Ende nicht exakt sondern nur grob bestimmt werden kann.

Psychische Symptomatik: Gelöstheit, eventuell ausgebliebener Appetit und Schlaffähigkeit kommen zurück, da die schwellungsbedingten Einschränkungen nun abnehmen.

Hirn-Symptomatik: Am Hamerschen Herd wird Glia (Bindegewebe) eingelagert, wodurch sich das Gewebe verfestigt und vernarbt. Die Narbe bleibt als Restzustand bestehen. Im Gegensatz zur PCL-A ist die Schwellung in der PCL-B nun mehr perifokal (äußerlich) statt intrafokal (innerlich).

Körperliche Symptomatik: Durch Flüssigkeitsausscheidungen reduzieren sich die Schwellungen.

Je nachdem welches SBS notwendig war, gibt es spezifische Regenerations-symptome (Vernarbungen, Verzystungen usw.), die als Restzustand bestehen bleiben. Details dazu im 3. Naturgesetz. Es stimmt in keinem einzigen Falle, dass am Ende des Programmes alles wieder im Urzustand wäre. Dieser Fehlglaube entspringt der nun folgenden dargestellten überholten Vorstellung.




Durch die Entdeckung der konfliktiven Zusammenhänge, gemixt mit dem alten Krankheitsweltbild, ergab sich zunächst die dargestellte unkorrekte Idee, die auch Menschen teilen, die sich schon lange Zeit mit Dr. Hamers Entdeckung beschäftigten:

Man glaubte fälschlicherweise, dass der Konflikt zur Krankheit oder speziell dem „Krebs“ führe, und die Lösung des Konfliktes zur Heilung davon. Dies hat jedoch fast gar nichts mit den tatsächlichen Erkenntnissen zu tun, die sich aus den fünf biologischen Naturgesetzen ergeben, wie sich im Verlaufe des Buches zeigen wird.

Die Begriffe „Krankheit“, „Krebs“, „Heilung“ usw. basieren auf einer Weltanschauung, die mit jener der Fünf Biologischen Naturgesetze nicht kompatibel ist. Man kann also bei der Beschäftigung mit dieser Thematik nicht ein ihr entgegenstehendes Vokabular nutzen.

Weitere Erklärungen zu speziell dem hier dargestellten Mythos folgen in den Erläuterungen zum fünften Naturgesetz.

Genauso unwahr sind Vorstellungen wie „Krank ist man in der Heilungsphase“. Diese durchaus verbreiteten Ansichten sind auf mehreren Ebenen falsch und haben mit den fünf biologischen Naturgesetzen nichts zu tun. Krankheiten können (aber müssen nicht) in jeder Phase eines SBS entstehen und eine „Heilungsphase“ gibt es nicht wirklich.

Weitere Darstellungen
Einfluss eines SBS auf den generellen Tonus:
Schema-korrigiert würde es etwa so aussehen, dass das normale Auf und Ab des Tag-Nacht-Rhythmus nach oben (CA) oder nach unten (PCL) verschoben würde:



So ergibt sich in der CA-Phase sehr wohl noch Schlaf, nur deutlich weniger. Und in der PCL-Phase gibt es sehr wohl noch aktive Phasen, jedoch sind diese verkürzt.

Gemischte Innervation:
Der monozyklische Verlauf ist, wie die Normotonie, auch nur sehr theoretisch, weil wir stets viele SBS parallel laufen haben die alle die Kurve beeinflussen.
So spricht man, wenn man mit einem Programm aktiv und einem anderen gelöst ist, von einer gemischten Innervation:



Nach Lösung von Konflikt 1 sieht man einen recht durchschnittlichen Kurvenverlauf, der jedoch nicht so angenehm ist wie er aussieht. Denn habe ich z.B. eine Hand im Backofen, die andere in der Tiefkühltruhe habe ich durchschnittlich zwar warm, doch die Sache ist wie bei dieser gemischten Innervation ähnlich gelagert, da mir in real trotzdem eine Hand verbrennt und die andere erfriert.

Aus dieser Grafik läßt sich ebenfalls erahnen wie komplex und verwoben die Kurve aussieht, wenn man SBS in zweistelliger Anzahl (statt wie hier nur 2) laufen hat, wie es in der Realität quasi jedem Menschen ergeht.

Transformiert:
Jede Person hat auch einige heruntertransformierte SBS.
Das heißt ungelöste Konflikte sind zunächst hochdramatisch, verlieren dann jedoch über Monate oder Jahre an Konfliktintensität. Sie sind im Hinterkopf jedoch immer präsent.



Das jeweilige Programm bleibt über Jahre oder Jahrzehnte auf niedrigem Niveau bestehen. Es macht sich organisch kaum bemerkbar und prägt in erster Linie die generelle Sicht auf Dinge wie das Leben, Familienstrukturen oder Beziehungen zu anderen Personen (je nachdem worum es im Konfliktthema geht, alles ist möglich).

Einwirkungen auf das Vegetativum:
Es gibt diverse Möglichkeiten auf die Kurve sowohl der aktiven als auch auf der gelösten Phase einzuwirken.
Dies wird insbesondere oft in Anspruch genommen, wenn man sich in einer PCL-A Phase befindet, da dort die meisten störenden oder auch gefährlichen Symptome auftauchen.
Im folgenden Beispiel wird eine PCL-A-Phase durch sympathicotone Einwirkung gedrosselt:



Dadurch wird die Lösungsphase nicht nur weniger intensiv sondern auch zeitlich verlängert, da die Fläche im Endeffekt immer gleich bleibt.
Eine vagotone Einwirkung würde die PCL intensivieren und verkürzen.
Eine konfliktaktive Phase würde durch vagotone Einwirkung weniger intensiv laufen aber gleichzeitig die Handlungsmöglichkeiten zur Konfliktlösung einschränken.

Sympathicotone Einwirkungen sind zum Beispiel:
Kalte Umschläge oder Eisbeutel, Koffein, Cortison, Adrenalin, Noradrenalin, Dopamin, Jod, Vitamin C, Aspirin,  Ritalin, Zytostatika, DHS, jede Art von Gift,…
Vagotone (beruhigende) Einwirkungen:
Heißes Bad, Saunagang,ACE-Hemmer, Beta-Blocker,                Alkohol, Baldrian, Cannabis, Beruhigungsmittel…

Definition von Konfliktmasse
Wenn in der Folge von der Konfliktmasse die Rede ist, dann ist damit stets der Faktor aus Intensität und Dauer gemeint.

Die Intensität ist die derzeitige Stärke des Konfliktes. Die Dauer ist die Zeit, die der Konflikt schon aktiv ist. Multipliziert ergeben sie die gesamte Fläche, die sich als Konfliktmasse „über dem Strich“ (sympathikoton) angehäuft hat.

Die Konfliktmasse ist also mathematisch ausgedrückt das Produkt aus Intensität und Dauer: Dauer x Intensität = Konfliktmasse



 
Dabei gilt es zu beachten, dass wir die Intensität real nicht wirklich messen können, und dass sie sehr variabel ist. Man kann lediglich die Gesamt-Sympathikotonie messen, nicht jedoch die des einzelnen SBS. Somit ist die Intensität immer eine subjektive Angabe und kann lediglich durch eventuelle korrelierende organische Symptome der CA-Phase genauer bestimmt werden, in dem man deren Stärke misst.

 
Die Dauer kann exakt erfasst werden, aber aufgrund der ungenauen Intensitätsfrage können wir nur eine grobe Ahnung von der tatsächlichen Konfliktmasse bekommen, die man also nur mit Erfahrung und Fingerspitzengefühl erfassen kann.

 
Aufklärung alter und verbreiteter Vereinfachungen
 
Ich möchte einige weitere häufige Missverständnisse und nicht ganz korrekte Darstellungen anderer didaktischer Systeme zu den fünf biologischen Naturgesetzen aufgreifen, die regelmäßig für grobes Fehlverständnis sorgen. An dieser Stelle speziell jene, die das zweite Naturgesetz betreffen.

 
– Die PCL-Phase ist nicht als Heilung oder Heilungsphase zu verstehen. Sie ist auch nur bedingt als „Reparaturphase“ zu verstehen. Die Vorstellung der „Heilung“ basiert auf der alten Vorstellung, dass die CA-Phase eine Krankheitsphase wäre. Dies kann man noch in alten Schriften und Grafiken von Dr. Hamer finden. Diese Vorstellung ist jedoch durch das fünfte biologische Naturgesetz nun widerlegt.

 
Demnach ist jeder Prozess neutral zu betrachten und grundlegend überhaupt nicht mit Krankheiten in Verbindung zu bringen. Es handelt sich lediglich um biologisch notwendige Funktionsänderungen des Organismus.

 
Ebenso wird in der PCL, wie schon bei der Darstellung der PCL-B erwähnt, nicht alles wieder in den Urzustand zurück versetzt, wie oft angenommen wird, denn diverse Formen von Narben gibt es in jedem Falle. Die PCL-Phase hat auf jeden Fall mit einer „Heilung“ erst einmal nichts zu tun.

 
Sie ist nur das, was ihr Name sagt: eine konfliktgelöste Phase. Eine Phase, die nach der Lösung des Konfliktes startet und deren Ablauf wertfrei ist. Es geschehen bestimmte Dinge, abhängig von der Art der Gewebskategorie, zu der das SBS gehört. Ganz neutral. Manchmal verdient der dort stattfindende Prozess es durchaus, als Reparatur bezeichnet zu werden, aber nicht immer.

 
– Oft heißt es, man könne nach der Konfliktlösung endlich wieder sehr gut schlafen und hätte wieder guten Appetit. Dies stimmt zwar oft, oft ist es jedoch auch nicht richtig, da die häufig sehr einschränkenden Symptome der PCL-A-Phase genau dies verhindern. So verbringt man in der PCL-A oft schlaflose, schmerzreiche oder schweißreiche Nächte, je nachdem welches SBS oder welche SBS-Kombination läuft. Man schläft dann tendenziell erst spät nachts ein und schläft bis nach Mittag.

 
-Eine andere oft verwendete Vereinfachung ist die Einteilung der CA-Phase und PCL-Phase in „kalte und warme Hände“. So soll man demnach in der aktiven Phase kalte und in der gelösten Phase warme Hände haben. Dies kann stimmen, muss aber nicht. Die Temperatur ergibt sich unter anderem aus der Summe aller Programme. Wenn 20 Programme aktiv und 15 gelöst sind, wird man keine besondere Temperatur feststellen können. Und dies ist eher der Normalfall. Das Engstellen der Gefäße in Sympathikotonie bedingt die kalten Hände physiologisch.

 
Es gibt obendrein noch andere Programme, die Einfluss auf die Hauttemperatur haben. So würde das SBS der linken Herzkammer in der PCL-Phase für eine geringere Durchblutung der Hände sorgen, wodurch sie in der gelösten Phase kalt werden würden – also genau das Gegenteil zur vereinfachten These. Die linke Herzkammer, die das Blut in den Körperkreislauf pumpt, macht in der PCL-A-Phase nämlich eine schwellungsbedingte Unterfunktion, so dass das Blut vielleicht nur in geringer Menge bis in die letzten Gefäße kommt, vor allem nicht in die am weitest entfernten – Hände und Füße – wodurch diese kälter wären. Auf der anderen Seite sorgt das SBS des Thalamus in der CA-Phase für Hitze, was auch der eingangs erwähnten These widerspricht.

 
– Eine weitere nicht ganz korrekte Vereinfachung ist jene, dass man in der aktiven Phase fit und in der gelösten Phase müde sein soll. Dies stimmt auch nur mit Einschränkungen. Beispielweise sorgt das SBS der Nebennierenrinde in der aktiven Phase für erhebliche Müdigkeit, weil dadurch die Kortisolproduktion stark reduziert werden kann, so dass man innerhalb einer Sekunde völlig kraftlos wird; z.B. wenn man etwas tun muss, auf das man überhaupt keine Lust hat; wenn man den für sich „falschen Weg“ gehen muss oder das Gehen des „richtigen Weges“ verhindert wird. Der Körper bremst einen mit dem SBS auf diesem „falschen Weg“ aus. Das Programm wird im Regelwerk des Neu-Mesoderms genauer beschrieben.

 
Ebenso das SBS der Alpha-Langerhans-Zellen. Bei ihm wird die Produktion von Glucagon gemindert. Man „unterzuckert“ und wird in der CA schwach.

 
Darüber hinaus kann jedes SBS, das mit großer Intensität läuft, nach längerer Zeit zur Erschöpfung führen. Man muss also sehr vorsichtig sein, in welche Phase man oberflächliche Symptome wie Müdigkeit und Körpertemperatur packt, weil alles durch unterschiedliche Parameter beeinflusst wird.

 
– Der Puls wird unabhängig vom Vegetativum auch von den periinsulären Relais reguliert. Dr. Hamer beschreibt die beiden Relais als die Zügel des Herzens. In der CA-Phase sehen wir dort einen dauerhaft erhöhten (linkshirnig) oder dauerhaft niedrigeren Puls (rechtshirnig). Immer einen niedrigen Puls zu haben, hat also nichts mit Vagotonie zu tun. Es ist eine Daueraktivität des rechtsperiinsulären Relais, welches der Hauptmechanismus zur Gruppenstrukturierung ist; die meist dauerhafte Zuweisung des Platzes in der Hierarchie der Gruppe.
 



3. Biologisches Naturgesetz

Das 3. biologische Naturgesetz ist das “Ontogenetisch bedingte System der Sinnvollen Biologischen Sonderprogramme”.

Aus organischer Sicht ist das dritte biologische Naturgesetz der Dreh- und Angelpunkt. Es erklärt, wie die unterschiedlichen Gewebe im Körper sich in ihrer CA- und PCL-Phase verhalten.Man sieht eine gegenläufige Bewegung: Die vom Neuhirn gesteuerten Gewebe werden zunächst (CA) unterversorgt (und dadurch abgebaut) und dann (PCL) regeneriert. Die vom Althirn gesteuerten Gewebe werden zuerst (CA) überversorgt (dadurch Zellteilung/Zellplus) und nach Konfliktlösung (PCL) wieder abgebaut.



Dies ist alles was das dritte Naturgesetz eigentlich aussagt. Alles Folgende sind Erläuterungen und Ableitungen aus diesem Naturgesetz.

Zunächst, als absolut notwendiges Grundlagenwissen, die Zuordnung der Gewebsarten zu ihren steuernden Hirnteilen:



Erläuterung zur Grafik: Das Althirn spaltet sich auf in Stammhirn, die untere Hälfte des Mittelhirnes und das Kleinhirn. Das Neuhirn/Großhirn spaltet sich in die obere Hälfte des Mittelhirnes, den Thalamus, den Hypothalamus und die Großhirnrinde auf.

Die untere Hälfte des Mittelhirnes wird gemeinhin zum Stammhirn gezählt und nicht gesondert aufgezählt. Doch sie steuert mesodermale (Keimblatt) Strukturen, während das tatsächliche Stammhirn nur entodermale (Keimblatt) Strukturen steuert.

Gemäß den fünf biologischen Naturgesetzen ist die dritte Reihe (Gewebsarten) entscheidend. Hier werden zwar die gleichen Begriffe benutzt wie in der vierten Reihe (Keimblätter), doch diese sind anders gemeint. Denn wegen der unteren Hälfte des Mittelhirnes (zum Stammhirn zählend) werden in der „Entoderm“-Spalte (Gewebsart) nicht nur entodermale Gewebe (Keimblatt) gesteuert. Da das Verhalten in den Phasen jedoch bei beiden Hirnteilen das gleiche ist, zählt man beide zur Gewebsart „Entoderm“, die somit streng genommen nicht dem Keimblatt Entoderm entspricht.

Das Kleinhirn steuert die Gewebsart, die „Alt-Mesoderm“ genannt wird, das Marklager und die obere Hälfte des Mittelhirnes die als „Neu-Mesoderm“ definierten Gewebe.

Der Thalamus, der Hypothalamus und die Großhirnrinde steuern das Ektoderm. Strenggenommen gibt es jedoch auch hier eine Ausnahme, da das motorische Rindenfeld der Großhirnrinde die quergestreifte Muskulatur (Keimblatt Mesoderm) innerviert (rot mit orangenen Streifen dargestellt).

Im Endeffekt sind Keimblätter jedoch egal, da es nur um die Hirnteil-Zuordnung (erste und zweite Reihe) und die Gewebsarten (dritte Reihe) geht. Nochmal in aller Deutlichkeit: Die Gewebsarten sind eine reine Definitionssache und ohne direkten, strengen Keimblattbezug.

Die Gewebsarten-Zuordnung noch einmal grafisch dargestellt:





Die genaue Zuordnung der einzelnen Organteile ist wie folgt:

Stammhirn gesteuert – Entoderm
Kopfbereich:
–   Hypophysen-Vorderlappen
– Choroidea
–  Tränendrüsen
– Submucosa der   Nasenschleimhaut
– Submucosa der  Mundschleimhaut
–   Ohrspeicheldrüsen
–  Unterkieferspeicheldrüsen
–   Unterzungenspeicheldrüsen
–  Drüsengewebe der Hals- und Nasenmandeln (Tonsillen)
– Archaische Anteile des Ohres  (Mittelohrschleimhaut, eustachische Röhre)

Atemtrakt:
– Becherzellen der  Bronchien
–   Lungenbläschen (Alveolen)

Verdauungstrakt:
–   Schilddrüse
– Nebenschilddrüse
– Submucosa der Speiseröhre (im unteren Drittel Mucosa, weil die sonst überlappende ektodermale Schleimhaut dort nicht vorhanden ist)
– Magenschleimhaut (in der kleinen Kurvatur von der ektodermalen Haut überdeckt)
– Zwölffingerdarm
– Drüsengewebe der Leber
– Drüsengewebe der Bauchspeicheldrüse
– Dünndarmschleimhaut
–   Blinddarmschleimhaut (Caecum)
– Wurmfortsatz (Appendix)
–   Dickdarmschleimhaut
–  Sigmoid-Darmschleimhaut
– Rektumschleimhaut, Submucosa
– Innerer Bauchnabel

Uro-Genitaltrakt:
– Sammelrohre der Nieren
–   Nebennierenmark
– Blasenschleimhaut (außer im Trigonum Vesicae überall von ektodermaler Blasenschleimhaut überlagert)
–    Gebärmutterkörperschleimhaut (Endometrium)
– Eileiterschleimhaut
– Drüsengewebe der Prostata
– Bartholinsche Drüsen
– Innenseite    der Vorhaut des Penis
– Keimbahnepithel der Hoden
– Eizellen    des Eierstocks


Untere Mittelhirnhälfte – Glatte Muskulatur
(histologisch mesodermal, wird jedoch von der unteren Hälfte des Mittelhirns (an der oberen Spitze des Stammhirns gelegen) gesteuert)
– Irismuskulatur und Ziliarkörper
– Anteile glatter Muskulatur in Augenmuskeln, Schlundmuskulatur usw. (ca. 10% glatt, 90% quer)
– Speiseröhrenmuskulatur
– Magenmuskulatur
– Vorhofmuskulatur des Herzens (90% glatt, 10% quer)
– Gesamte Darmmuskulatur
– Glatte Muskulaturanteile der Blutgefäße
– Gebärmutterkörper (Myometrium)
– Glatte Muskulaturanteile der Prostata
u.v.m.


Kleinhirn gesteuert – Alt-Mesoderm
–   Koriumhaut (Lederhaut)
–  Schweißdrüsen
– Talgdrüsen inkl. Ohrenschmalzdrüsen
–   Milchdrüsen (aus Schweißdrüsen entstanden)
– Lungenfell (Pleura viszeralis)
–  Rippenfell (Pleura parietalis)
– Herzbeutel (Perikard)
–   Bauchfell (Peritoneum)
– Großes Netz  (Epiploon)
– Peritoneale Anteile des   Hodensacks
–  Nervenscheiden


Marklager gesteuert – Neu-Mesoderm
–   Sehnen
–  Bänder
– Fettgewebe
– Bindegewebe   (Faszien)
– Blutgefäße
– Knorpel
– Knochen
– Zähne   (Dentin)
–  Lymphknoten
– Lymphgefäße
– Milz
– Nebennierenrinden
– Trophik (Ernährung) der Quergestreiften Muskulatur


Obere Mittelhirnhäfte – Embryonale Anteile des Neu-Mesoderms
Nierenparenchym  (Glomerulinephronen,   Bowman-Kapsel, Henle-Schleife)
–  Interstitielles Bindegewebe der   Hoden (Testosteronproduktion der  Leydig-Zellen)
– Interstitielles   Bindegewebe der Eierstöcke  (Östrogenproduktion)


Großhirnrinden gesteuert – Ektoderm
(außerdem Thalamus, Hypothalamus u.a.)

a) Äußere-Haut-Schema (sinnvoller Sensibilitätsverlust in der CA-Phase)
– Außenhaut (Epidermis) inklusive    Basalzellschicht
– Haare
– Hornhäute der Augen
– Bindehäute der    Augen
– Innere Auskleidung der Schleimhaut der Tränendrüsengänge
– Innere Auskleidung der   Nasenhöhlen
– Innere Auskleidung der Bronchien
–    Kehlkopfschleimhaut
– Innere Auskleidung der Ausführungsgänge der Milchdrüsen
– Untere    10-12cm der Rektum-Schleimhaut
– Vaginalschleimhaut
– Gebärmuttermundschleimhaut
– Innere Auskleidung der Nierenbecken
– Innere Auskleidung der Harnleiter
– Innere Auskleidung der Blase (außer Trigonum Vesicae)
– Samenblasenschleimhaut
– Innere Auskleidung der Harnröhre

b) Innere-Haut-Schema (sinnvolle Sensibilitätssteigerung in der CA-Phase)
–    Mundschleimhaut (Mucosa)
– Zahnschmelz
– Innere Auskleidung aller Speicheldrüsenausführungsgänge (Unterkiefer-, Unterzungen-,    Ohrspeicheldrüsen)
– Obere 2/3 Speiseröhrenschleimhaut
– Innere Auskleidung der Reste der Ausführungsgänge der Schilddrüse
– Innere Auskleidung der Reste der ehemaligen Schlundbögen
– Innere Auskleidung der Herzkranzarterien
– Innere Auskleidung des    Aortenbogens
– Innere Auskleidung der Carotiden
–    Innere Auskleidung der Herzkranzvenen
– Schleimhaut der    kleinen Kurvatur des Magens von der Cardia bis zum Pylorus
– Innere Auskleidung der   Leber-Gallengänge inklusive Gallenblasenschleimhaut
–    Bauchspeicheldrüsenausführungsgänge
– Schleimhaut des Bulbus duodeni    des Zwölffingerdarms
– Sensibilität des Periosts

c) Funktionen (Keine Zellgeschehen, nur Funktionsänderungen)
– Glukagonproduzierende   Alpha-Langerhans-Inselzellen der  Bauchspeicheldrüse
–   Insulinproduzierende  Beta-Langerhans-Inselzellen der Bauchspeicheldrüse
–  Hormonproduzierende Funktion des Hypophysenstiels
–    Hormonproduzierende Funktion des Thalamus
– Riechfähigkeit (Funktion    der Fila olfactoria)
– Hörfähigkeit (Funktion der Cochlea)
–    Sehfähigkeit (Funktion der Retina)
– Sehfähigkeit (Funktion des    Glaskörpers)
– Gefäßregulierende Funktion der    Knochenhaut (Periost)
– Gleichgewichtssinn
– Sensibilität der äußeren Haut
– Regulation des schnellen Herzrhythmus (Tachykardie)
– Regulation des langsamen Herzrhythmus (Bradykardie)


– Motorik aller quergestreiften Muskulatur
Gehört ebenfalls zu Kategorie c) des Ektoderms.


Hier eine detailliertere Aufstellung der vier Grundgewebsarten inklusive der Unterschiede der einzelnen PCL-Phasen:



Ich weise nochmals darauf hin, dass die glatte Muskulatur („Mittelhirn-Mesoderm“) zum Entoderm bzw. Stammhirn gezählt wird, weil sie nach diesem Schema verläuft und von der unteren Hälfte des Mittelhirnes gesteuert wird, die zum Stammhirn zählt.

Die Funktionsänderungen des Thalamus werden zur Gruppe des Ektoderms gezählt.

Die vier Grundgewebsarten lassen sich jeweils wiederum in Gewebsuntergruppen aufteilen, welche dieses noch detailliertere Schema offenbaren:



Erklärungen zur Muskulatur

Es gibt zwei Arten der Muskulatur:

Die glatte Muskulatur
Die glatte Muskulatur ist unwillkürlich da wir sie nicht bewusst steuern können. Sie befördert das Wasser durch die Speiseröhre in den Magen, obwohl wir auf dem Kopf stehen; sie befördert die Nahrung durch den Darm; sie lässt uns atmen wenn wir schlafen oder bewusstlos sind; die Vorhöfe des Herzens schlagen ohne unser Zutun; uvm. Die Steuerrelais liegen im Stammhirn, genauer gesagt in der unteren Hälfte des Mittelhirnes.
Die quergestreifte Muskulatur
Die quergestreifte Muskulatur ist von uns größtenteils willkürlich steuerbar und hat die Steuerrelais ihrer Motorik, wie alle bewussten Prozesse im Körper, in der Großhirnrinde, im motorischen Rindenfeld. Nicht willkürliche Anteile der quergestreiften Muskulatur sind zum Beispiel die quergestreiften Anteile der Herzkammern.

Die Besonderheit ist, dass die Substanz beider Muskelarten mesodermalen Ursprunges ist .
Doch die Innervation liegt im Stammhirn  (glatt) und in der Großhirnrinde  (quergestreift).
Die Ernährung der quergestreiften Muskulatur liegt jedoch im Großhirnmarklager  (Trophik).

Somit ergibt sich folgende Ordnung:

  1. glatte Muskulatur – gesteuert im Stammhirn  (Motorische Qualität)
  2. Ernährung (Trophik) der quergestreiften Muskulatur – gesteuert im Großhirnmarklager
  3. Bewegungen (Motorik) der quergestreiften Muskulatur – gesteuert in der Großhirnrinde

Wachstum und Wachstum
Es gibt zwei Arten von Wachstum, die man unterscheidet:
1. Das Wachstum durch Zellteilung, also durch eine Steigerung der Zellzahl.
2. Das Wachstum durch eine Vergrößerung der Zellen, bei dem aber die Zellzahl die gleiche ist.



Die Schwellungen, das Wachstum durch Aufsaugen von Wasser, entsteht relativ schnell und kann dann plötzlich bemerkt werden. Je nach Gewebe dauert es Sekunden oder Minuten oder im Maximalfall zwei Tage. Dieser Prozess beginnt mit der PCL-A und ist stark von der Aktivität der Nierensammelrohre abhängig.

Die Zellteilungssprozesse der Althirn-Organe verlaufen jedoch mitotisch. Das heißt, es fängt langsam an und wird dann rasant schneller. Aus 1 Zelle werden 2, aus 2 werden 4, aus 4 werden 8, aus 8 werden 16, usw.



Eine solche Vergrößerung entsteht also nicht plötzlich, sondern sie benötigt vier bis acht Wochen durchgehenden Wachstums, bis überhaupt eine minimale Vergrößerung zu bemerken ist.

Bei den Neuhirn-Organen sehen wir in der PCL-Phase beide Wachstumsarten zusammen. Die Zellen schwellen an und teilen sich.

Obendrein gibt es in der PCL-B-Phase immer Einlagerung von Bindegewebe. Dies hat zur Folge, dass das Gewebe indifferenziert wird. Man kann es also nicht mehr klar einem Keimblatt zuordnen. Durch die zunehmende Durchmischung von Bindegewebe verliert das Gewebe außerdem immer mehr an Funktion. Die Kombination dieser Indifferenziertheit, des Funktionsausfalls, des Zellwachstums und der Vergrößerung der Zellen wurde in veralteten Weltanschauungen als “maligne” betrachtet.

Übrigens

Die Keimblätter haben mit dem dritten Naturgesetz strenggenommen nichts zu tun. Es geht im Kern nur um die Zugehörigkeiten der Gewebe zu Neuhirn und Althirn. Die Keimblattzuordnungen sind auf diesem Wege im Grunde nur eine Hilfestellung, die daher auch viele Ausnahmen hat. So sehen wir zum Beispiel Strukturen des Mesoderms in allen vier Kategorien. Die mesodermale glatte Muskulatur wird zum Entoderm gezählt, und die Motorik der mesodermalen quergestreiften Muskulatur zum Ektoderm. Relevant ist nur von welchem Hirnteil ein Gewebe gesteuert wird. Die vier Grundgewebsarten sind eine für die Arbeit mit der Materie relevante Ableitung, sie sind aber nicht das dritte Naturgesetz. Diese Regeln gehen nur aus dem dritten Naturgesetz hervor.





4. Biologisches Naturgesetz

Das 4. Biologische Naturgesetz ist das “Ontogenetisch bedingte System der Mikroben”.

Es klärt die Präsenz der Mikroben im Verlauf der Sinnvollen Biologischen Sonderprogramme (SBS).

Die Zuordnung der Mikrobenarten zu ihren Geweben ist wie folgt:



Die Aktivität der Mikroben sehen wir in der PCL-Phase während der Restitutionsprozesse.
Während die Anwesenheit in den Althirn-gesteuerten Organen (Entoderm, Alt-Mesoderm) zum Zellabbau zwingend notwendig ist, herrscht im Neuhirn (Neu-Mesoderm, Ektoderm) noch Unklarheit über die Notwendigkeit, da es auch ohne deren Anwesenheit scheinbar zu keinen Problemen kommt. Die Bakterien und „Viren“ werden nach jetzigem Wissensstand in den PCL-Phasen lediglich als Korrelation beobachtet, deren genaue Rolle ist unklar. Die Existenz von Viren (lat. Gift) ist ohnehin nicht geklärt. Die vorweggenommene Zuordnung von Viren zum Ektoderm ist so zu erklären, dass alle Symptome, die in früheren Medizinsystemen als „durch Viren verursacht“ angesehen wurden, gemäß den fünf biologischen Naturgesetzen eindeutig dem Ektoderm zugeordnet werden können. Wenn es diese Viren also gibt, dann sind sie auf jeden Fall in der PCL-Phase des Ektoderms in irgendeiner Weise sinnvoll im Einsatz. Und daher können es auch keine „Viren“ (also Gifte) sein, weil wir seit dem Paradigmenwechsel der fünf biologischen Naturgesetze wissen, dass sie nicht die Ursache für die Symptome darstellen, da die Symptome lediglich PCL-Phasen von SBSen des Ektoderms sind.* Ich mache mir an dieser Stelle nicht die Mühe, das Beispiel mit den Feuerwehrmännern beim Waldbrand erneut auszugraben, das in der Dokumentation schon Erwähnung fand.

Im Althirn müssen die Mikroben vor dem DHS vorhanden sein, damit sie proportional zum Zellwachstum der CA-Phase vermehrt werden können. Stehen in der PCL-Phase keine Mikroben zur Verfügung, kann das Zell-Plus der CA-Phase nicht wieder abgebaut werden. Stattdessen werden die Zellen verkapselt und bleiben auf Lebenszeit funktionslos und unverändert an Ort und Stelle bestehen.Meiner Meinung nach ist das vierte biologische Naturgesetz in der Realität fast nie von Relevanz. Vermutlich einer der Gründe, warum es kaum erforscht wurde; aber auch, weil Mikroben im Körper aus technischen Gründen kaum bis gar nicht beobachtbar sind und in Petrischalen völlig falsche Schlüsse gezogen wurden. Hilfreich kann es sein, wenn bei einem Prozess zweifelsfrei eine bestimmte Mikrobenart festgestellt wurde. Denn dadurch kann dann auf das betroffene Gewebe geschlossen werden. Wobei dann noch nicht gesagt ist, dass die betroffenen Mikroben im Gewebe überhaupt aktiv sind.

Übrigens: Als „Parasiten“ gebrandmarkte Lebewesen scheinen, wie die Mikroben, ebenfalls in einer Symbiose mit uns zu stehen. Ihre Präsenz ist dabei offenbar SBS-abhängig. Das heißt, man wäre nur „anfällig“, wenn man, durch bestimmte SBS-Phasen bedingt, das entsprechende Milieu für die unterschiedlichen Lebewesen bietet, die dann in einen Austausch mit einem treten. Bisher hat sich jedoch noch niemand diesbezüglich weit aus dem Fenster gelehnt und explizite Aussagen getätigt, was daran liegt, dass das Phänomen gemäß den fünf biologischen Naturgesetzen bis dato fast gänzlich unerforscht blieb. Doch es lässt sich leicht beobachten, dass Moskitos irgendwann aufhören einen zu stechen, und sie gehen ohnehin nicht an jede Person. Ein symbiotischer Austausch über das Blut ist eine naheliegende Interpretation. Ebenso unerforscht ist die Frage nach der Kompatibilität von Mikroben aus anderen Regionen. Einerseits mit den Mikroben, die der Körper schon kennt, andererseits mit dem Körper selbst, der sie nicht kennt.

Übrigens 2: Die Diagnose „Pilz“ ist sehr oft falsch. Wenn ein Arzt eine helle Stelle sieht, erfolgt meist die Diagnose „ist ein Pilz“. Daraus kann man nun nicht den Schluss ziehen, dass ein Althirn-Prozess vorliegt. Das Ektoderm kann, je nach Lage, in der PCL-Phase auch weiß werden, beispielsweise in Mund und Rachen; doch im Ektoderm verrichten die Pilze keine Arbeit. Man muss genau darauf achten, wie eine Diagnose erfolgt.

*Wenn ein Symptom klar einer PCL-Phase eines SBS zugeordnet werden kann und dabei Mikroben beobachtet werden, dann können die Mikroben natürlich nicht ursächlich sein. Inwiefern Mikroben jedoch in unnatürlichen Situationen für Probleme sorgen können, ist eine andere Frage; und hat mit den fünf biologischen Naturgesetzen nichts zu tun. Dazu zählt beispielsweise wenn Mikroben in eine Wunde (ob durch Operation oder Verletzung bewirkt) gelangen, und diese dann luftdicht abgeschlossen wird; wodurch Bakterien dann unter Sauerstoffabschluss absterben und Gifte produzieren können. Etwas das in der Natur nicht passieren kann; wo Hygiene in diesem Fall dann tatsächlich sinnvoll ist.






5. Biologisches Naturgesetz

Das 5. Biologische Naturgesetz ist das Verständnis der entwicklungsgeschichtlich verstehbaren Sinngebung aller biologischen Sonderprogramme.

Es ist vorallem aus der weit verbreiteten Sicht der Krankheits-Idee des etablierten marktwirtschaftlichen Systems eine entscheidende Veränderung des Betrachtungswinkels.
Denn im Weltbild der Krankheit war stets die Einordnung der Symptome in die unterschiedlichen Phasen eines jeden SBS unbekannt. So finden die meisten einschränkenden Symptomatiken in den Phasen statt, die nicht biologisch sinnvoll gedacht sind, wodurch der biologische Sinn nicht zu erkennen war.
Welche Gewebe in welchen Phasen eines SBS sinnvolle organische Prozesse machen zeigt die folgende Darstellung:



Ektoderm:
-Sinnvolle Sensibilitätsminderung oder Steigerung
-Sinnvolle Funktionsminderung
-Überfunktion durch Funktionsminderungen, wie z.B. eine Weitung (Entspannung) von Gefäßen für einen größeren Querschnitt
Neu-Mesoderm:
-In CA-Phase für die gruppe sinnvolle Schwächung des einzelnen Individuums durch Unterfunktion und Zellabbau
-In PCL-B-Phase für das Individuum sinnvoller überschießender Zellaufbau oder Organneubildung (nur bei den drei Embryonalgeweben)
Alt-Mesoderm:
-Sinnvolle Funktionssteigerung der Organe
Entoderm:
-Sinnvolle Funktionssteigerung der Organe

Auf Ebene der Psyche ist die CA-Phase in jeder Gewebegruppe als Motor zur Konfliktlösung zu verstehen. Das heißt in den Neuhirn-SBS (Ektoderm + Neu-Mesoderm) findet psychisch keine “Unterfunktion” statt, sondern ein unbedingtes Streben nach Lösung des Konfliktes.
Es gibt jedoch vereinzelte SBS, die das Individuum in der aktiven Phase auch psychisch ausbremsen, damit es von einem “falschen Weg” runterkommt oder sich in den Dienst des Rudels stellt und unterordnet (Mechanismus der Findung der Hackordnung).

Missverständnis, entstehend durch unbiologisch lange Laufzeiten der aktiven Phase:
Hier kommt die Formulierung “entwicklungsgeschichtlich verstehbar sinnvoll” zum tragen.
Denn SBS sind für kurze Zeiträume entstanden und “gedacht”. Daher sehen wir die drastischen Funktionsänderungen der Organe bereits nach einer Sekunde.
Die Zellprozesse (großes Zellwachstum oder Zellabbau) sind jedoch erst nach Wochen oder Monaten zu sehen. Ein Zeitraum in dem ein Tier in der Natur bei ungelöstem Konflikt schon längst gestorben wäre und niemals eine Zellveränderung erfahren hätte.
Das heißt in der Natur sind Konflikte nur über kurze Zeiträume aktiv, weil sie entweder schnell gelöst werden oder das Individuum schnell stirbt.

Der Funktions- und Zellverlauf im Althirn (Entoderm + Alt-Mesoderm):



Man sieht die Steigerung der Funktion tritt direkt ein und steht dem Individuum direkt sinnvoll zur Verfügung.
Der Zellaufbau fällt erst nach längerer Zeit ins Gewicht – nach einer Zeit in der das Tier in der Natur den Konflikt entweder gelöst hat oder durch Nichtlösung schon gestorben wäre.
Daher ist anzunehmen, dass die Zellvermehrung von der Natur nicht derart gedacht ist.

Das gleiche, nur umgekehrt, im Neuhirn (Ektoderm + Neu-Mesoderm):



Die Unterfunktion tritt direkt sinnvoll ein, der Zellprozess folgt bemerkbar erst lange später und ist von der Natur wahrscheinlich nicht vorgesehen.

Folgend zwei Beispiele zum Verständnis dieser biologischen Missverständnisse:

Beispiel 1:
Ein Hirsch, in freier Wildbahn, hat nichts mehr zu essen.
Seine Leber macht eine direkte Überfunktion, um effizienter die Nährstoffe aus der vorhandenen Nahrung ziehen zu können.

Entweder kriegt das Tier Nahrung oder nicht. Hat das Tier nun 5 Wochen lange nichts gefunden, stirbt es. Ende der Geschichte.
Es sind nur 5 Wochen vergangen, man sieht noch keinen wirklichen Tumor an der Leber, wegen der geringen Teilungsraten des inneren Keimblattes.
Der Mensch hingegen, der seinen Job verloren hat, (Siehe Beispiel im 1. Naturgesetz) hat Angst bald kein Geld mehr zu haben, er kriegt ebenfalls einen Existenz-/Verhungerungskonflikt und die Leber macht Überfunktion, da er Geld mit Nahrung gleichstellt.
Aber er hat genug zu essen, und selbst wenn er kein Geld mehr haben sollte, hat er noch immer was zu essen. Selbst Obdachlose bekommen, ohne große Anstrengung, trotzdem noch genug Nahrung. Der empfundene biologische Konflikt ist jedoch, wegen unserem Glauben an das Geld, weiterhin aktiv und die Leber wächst, solange der Konflikt nicht stoppt. Das Tier in der Natur ist nach ein paar Wochen tot oder überlebt durch Konfliktlösung.Aber der Mensch kann mit diesem Konflikt ewig weiterleben, da keine reelle Verhungerung eintritt, und durch diese Laufzeit wächst ein Tumor, der so groß werden kann, dass er motorisch gefährlich werden und auf andere Organe drücken oder Öffnungen verschließen kann.

Beispiel 2:
Ein Reh hat einen Konflikt “nicht entkommen/entfliehen zu können”, weil ein Raubtier vor ihm steht. Es erfährt eine Muskellähmung (Unterfunktion). Dies ist ein nützlicher Totstellreflex.

Bemerkt das Raubtier das Reh nicht, ist die Situation vorüber, die Lähmung löst sich.
Oder alternativ ist der Angreifer kein Aasfresser und hat daher kein Interesse an dem vermeintlich toten Tier und geht weiter.

Ist der Mensch in einer Situation, aus der er nicht entfliehen kann, dann kann es der Umstand sein, dass ihm in einem halben Jahr der Job gekündigt wird. Er erfährt sein DHS mit Lähmung, aber die Situation dauert noch ein halbes Jahr an. Die Muskelfunktion wird mehr und mehr eingeschränkt bis er komplett gelähmt ist. In der Natur würde die Situation nur Sekunden oder Minuten dauern.

Wieder einmal ist es die unbiologisch lange Laufzeit die beim Menschen, mit seiner unbiologischen Interpretation der Konflikte, zum Problem wird.


Aufklärung zum Mythos der Krankheiten in Verbindung mit den SBS

Der Krankheitsmythos und die 5BN

Im Zusammenhang mit den fünf biologischen Naturgesetzen hört man oft, „dass Krankheiten sinnvoll sein sollen“.
Auch der Ausdruck der “sog. Krankheit”, die ein SBS sein soll, ist verbreitet.

Diese Vorstellung ist natürlich durch die 5BN widerlegt. Krankheiten sind niemals sinnvoll. Sie sind störend und gefährlich.
Ich bin auch der Meinung, dass sich die fünf biologischen Naturgesetze im Grunde erst mal gar nicht um Krankheiten drehen. Sie erklären lediglich, wie unser Organismus sich auf unsere wahrgenommenen Umstände einstellt.
Durch oben genannte Fehldarstellungen kommt dann für viele der Eindruck zustande, dass Konflikte krank machen.



Dann werden Konfliktvermeidungsstrategien ertüftelt, teils bis in “esodermale” Gefilde reichend.
Konflikte machen nicht krank. Es ist nur eine Option, die in den meisten Fällen jedoch nicht zutrifft.

Es geht um Sinnvolle Biologische Sonderprogramme, die nach bestimmten Prinzipien verlaufen und uns aus Situationen retten, in denen wir die Kontrolle verlieren. Diese SBS sind sinnvoll. Krankheiten jedoch nicht.
Jedoch kann ein SBS zur Krankheit werden, wenn es unter unbiologischen Umständen lange Zeit und mit hoher Intensität ins Leere läuft, und unsere Wahrnehmung es nicht ermöglich, das Programm zu einem Abschluss zu bringen. Aber ein SBS ist keine Krankheit.

Aussagen wie „Die Krankheit kommt immer erst nach der Konfliktlösung“ sind auch in großen Teilen falsch.
Man sollte auch niemals heimlich im Kopf das „SBS“ mit „Krankheit“ ersetzen. Es sind zwei unterschiedliche Dinge, die nur eine geringe Teilmenge besitzen.

Bitte den Blick auf die Grafik oben richten!

Die Schnittmenge von SBS und Krankheit ist nicht so groß wie oft gedacht. Wir haben sehr viele SBS, die unser Leben lang laufen, nur eben nicht mit riesiger Intensität. So dass diese uns zwar charakterlich prägen und eventuell auch organisch auffallen, jedoch niemals als Krankheit bezeichnet würden, zumal geringe Intensitäten kaum zu Zellveränderungen führen können, sondern nur Funktionsänderungen machen.

Die Programme die daueraktiv sind, werden von der betroffenen Person ohnehin als die Realität und als das normale Körpergefühl wahrgenommen, weil sie es eben nur so kennt. Auch die persönlichen Vorstellungen von der Welt sind im Grunde nur dauerhaft aktive SBS.

Es wird also nur ein Bruchteil der SBS zu Krankheiten. Und die anderen Krankheiten (außerhalb des SBS-Bereichs) kommen durch Unfälle, Verletzungen, Mangelernährung/Verhungern oder andere äußere Umstände. Jedoch sind die meisten Krankheiten wiederrum durch ziellos verlaufende SBS bedingt. Wobei natürlich eine Verhungerungssituation oder ein Unfall auch immer noch ein oder mehrere SBS notwendig werden lassen.