Die Speiseröhre - KOSTENLOSE INFOS UND LEBENSINSPIRATIONEN

Psynergie
Heilung auf der geistige Ebene
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„Sie, die Speiseröhre, spricht nicht,
sie verbirgt nicht, sie gibt Zeichen.“
(nach Heraklit)


Der Trend nimmt – leider – zu: Reflux mit Sodbrennen, Husten, Heiserkeit, Halsschmerzen und Asthma betrifft – mehr oder weniger regelmäßig – bereits rund 1,5 Millionen Österreicher.
10–15 Millionen Menschen sollen es in Deutschland sein. Tendenz weltweit steigend.
Zur Krankheit wird Reflux, wenn die dadurch hervorgerufenen Beschwerden Produktivität und Lebensqualität der Betroffenen schmälern und/oder bereits eine Vorstufe von Krebs (Barrett-Ösophagus; Barrett-Syndrom) vorliegt. Beim Barrett-Syndrom handelt es sich um eine Gewebeveränderung in der Speiseröhre, die – vergleichbar einem Polypen im Dickdarm – bereits ein eindeutiges Krebsrisiko birgt. Und genau diese Krebsart (Barrett-Karzinom) hat in den letzten 20 Jahren um mehr als ein 10-Faches (!) zugenommen. Waren es etwa in Österreich Mitte der 1980er-Jahre noch rund 30 bekanntgewordene Fälle pro Jahr, so sind mittlerweile jährlich knapp 400 Neuerkrankungen dokumentiert. Damit liegt Österreich voll im Trend anderer europäischer Staaten wie England, Deutschland, Italien und Frankreich.
Noch rapider nahm die Zahl der Neuerkrankungen in den USA und in China zu, was einerseits durch die raschere Verbreitung der Fast-Food-Esskultur, andererseits aber auch durch die allgemeine Zunahme von Dauerstress-Situationen erklärt wird. Nicht von ungefähr zählen Magensäureblocker, sogenannte Protonenpumpen-Hemmer (PPI) mittlerweile zu den weltweit meistverordneten
Präparaten. Das mag schön sein für die Pharmaindustrie, aber wie geht es den Betroffenen dabei? Haben Sie damit ihr permanent belastendes Alltagsproblem im Griff? Natürlich nicht!
„Es steht mir bis zum Hals“,
„Mir stößt die Galle auf“,
„Ich will das nicht mehr hinunterschlucken“,
„Mir ist im wahrsten Sinn des Wortes zum Kotzen“ – Derlei Formulierungen weisen bekanntlich weniger auf ungenießbare Speisen hin als auf nervende Situationen.
Was geht hier vor? Was schafft sich hier Luft und wird zum Warnsignal?
Die Speiseröhre entwickelt sich zunehmend zum Spiegel der Seele, zur Bühne für die Darstellung von Mangel an Zuwendung, Liebe, Respekt und Aufmerksamkeit. In unserem von Technik,
Eile und Stress dominierten Leben finden wir über Speiseröhre und Hals ein Ventil, uns Luft zu verschaffen, von Druck zu befreien und auf unsere Unzufriedenheit aufmerksam zu machen.
Plakativer ausgedrückt: Die Speiseröhre wird zum Blitzableiter für die leidende Seele. Damit kommt den geschilderten Refluxbeschwerden also eine besondere Bedeutung zu: Sie sind Ausdruck von Mangel, Enttäuschung, empfundener oder realer Undankbarkeit oder schlichtweg permanenter Überforderung. Häufig werden Sodbrennen, saures Aufstoßen oder der Knödel im Hals aber nicht als solche erkannt und verstanden. Bleibt nun dieser empfundene Mangel, bleiben die unerfüllten Erwartungen bestehen, nehmen die Beschwerden zu. Denn ohne das Erkennen und Behandeln der Ursachen von Reflux werden weder Medikamente und Ernährung noch ein chirurgischer Eingriff nachhaltig helfen können.
Das Abenteuer „Reflux und Seele“ weist uns also schlussendlich den Weg zu der faszinierenden Entdeckung, dass den körperlichen (somatischen) und psychischen Symptomen (Gemüt, Stimmung,
Seele) des Refluxes ein gemeinsames, ursächliches Phänomen zugrunde liegt: „der Ausbleib“ als Überbegriff von Mangel an Liebe, Wertschätzung, Aufmerksamkeit und allgemeiner Zuwendung.
Nicht zuletzt sagt uns die revoltierende Speiseröhre auch etwas über den Zustand unserer modernen Existenz. Sie zwingt uns, unser Dasein infrage zu stellen und motiviert uns, dieses durch
Beantwortung bestimmter Fragen neu zu bewerten und zu beurteilen. Daraus mögen gedankliche Ansätze zu einer Verbesserung der Lebensführung des modernen Menschen entstehen. Vielleicht sagt
uns die Speiseröhre auch, dass wir uns immer wieder aus dem stressigen, schnelllebigen Fluss der modernen Lebensweise herausnehmen sollten, innehalten sollten, um uns Zeit und Raum für
Besinnung zu gönnen. Möglich, dass dies der Grund ist, warum es, unser Dasein, diese bedeutungsvollen Signale gerade jetzt und heute setzt.
Ziel unserer Ausführungen ist es, darzustellen, was diese Signale „aus dem Rachen“ bedeuten und wie man sie in die Refluxtherapie übersetzen kann, um damit die Lebensqualität wiederherzustellen.
Mit entsprechenden psychologischen Methoden der Diagnose dokumentieren wir, wie wir den seelischen Aspekten von Reflux auf den Grund gehen und darauf aufbauend eine Therapie für den ganzen Menschen finden.
Weiters wollen wir mit diesem Buch aufzeigen, dass die Refluxkrankheit ganzheitlich betrachtet und behandelt werden muss, um einen nachhaltigen Erfolg zu erzielen. Sehr oft ist es angebracht,
mehrere Therapieformen miteinander zu kombinieren. Und wie wir mittlerweile wissen, spielt die Psychologie im Konzert dieser zahlreichen Behandlungsansätze eine bedeutende Rolle.





Die Speiseröhre als Austragungsort seelischer Dissonanzen

Warum ist gerade die Speiseröhre Bühne für die Austragung von bewusstem und unbewusstem Dauerstress?
Welchen Zusammenhang gibt es zwischen Speiseröhre und Seele, zwischen Sodbrennen und Denken?
Was hat das alles mit dem Ausbleib, also dem empfundenen oder auch realen Mangel an Wertschätzung und Zuwendung zu tun?
Ist die Refluxkrankheit vielleicht die Allegorie für die Unzufriedenheit des heutigen Menschen?
Ist das Gefühl des Ausbleibs ein Warnsignal dafür, der Vereinsamung des Menschen, der in die Machenschaften der modernen Welt verstrickt ist, entgegenzuwirken und sich auf das Wesen seiner Existenz zu besinnen, welches da lautet: einfach werdend zu sein, und das vor allem gemeinsam und nicht gegeneinander?
Kann uns ein einfaches Organ wie die Speiseröhre wirklich so unglaublich viel mitteilen?



Die Speiseröhre wurzelt im Gehirn

Konkret könnten Sie sich das etwa so vorstellen: Speiseröhre, Lunge, Schlund, Rachen, Mund und Hals ähneln einem auf dem Kopf stehenden Baum, dessen Wurzeln die Nerven im Gehirn bilden.
Der Baum kann nur dann gut gedeihen, sprich: der obere Verdauungstrakt kann nur gut funktionieren, wenn der Stoffwechsel dem Gehirn und der Speiseröhre positive Energie liefert.
Fazit: Kein gutes Denken ohne einen guten Stoffwechsel!

Es gibt nun drei Gründe, warum die feingliedrigen Äste morsch werden und die zart geformten Blätter am Baum sich verfärben und verwelken können:
1. Der Baum kann von starkem Unwetter, Regen, Sturm und Hagel geplagt sein (= Säureattacke aus dem Magen) und/oder bekommt zu wenig Sonnenlicht und Luft (Umweltverschmutzung,
Elektrosmog).
2. Der Boden, in dem der Baum wurzelt, gibt schlechte Energie ab. Darunter kann man sich einerseits den Energiemangel durch ungesunde Ernährung (Dysbalance des Stoffwechsels) vorstellen und/oder die schlechte Energie direkt aus dem Gehirn. Letzteres bedeutet: Trübe Gedanken und schlecht gestimmte Wahrnehmungen drücken auf die Wurzeln und damit auf Äste und Blätter im Baum, sodass diese morsch werden, verwelken und abfallen (= Sodbrennen, Entzündung der Speiseröhre, Refluxschleimhaut, Barrett-Ösophagus).
3. Die Kombination aus den beiden genannten Gründen. Schließlich sind Baum, Luft, Licht und der Boden, in dem er wurzelt, immer eine gemeinsame Einheit. Das erklärt auch, warum die beiden erstgenannten Punkte nicht zu trennen sind. Diese Erkenntnis ist ganz wichtig für das Verständnis der Beziehung zwischen Speiseröhre und Gehirn. Die Speiseröhre ist, weil sie im Gehirn wurzelt, eine röhrenförmige Ausstülpung des Gehirns bis in den Bauch. Also ein Gehirnfortsatz, so wie Augen, Nase, Zunge und Ohren.

Wie verhält es sich nun mit den Wahrnehmungen?
Welche Wahnehmungen gibt es und was passiert da in unserem Gehirn?
Wie beeinflusst die Verarbeitung von Wahrnehmungen die Empfindungen in der Speiseröhre?

Denken und Stimmung

Beim Denken übersetzen wir unsere Wahrnehmungen (Bilder, Filme, Hör-, Tast-, Schmeck- und Riechbares) in Zeichen, damit wir sie für uns interpretieren oder anderen mitteilen können. Zumeist
tun wir dies in Form der Sprache, unterstützt durch Gestik und Körpersprache, und immer je nach aktueller Stimmung. Diese kann, wie uns unsere Erfahrung lehrt, positiv oder negativ sein.
Mit dem Denken verhält es sich ebenso wie mit der Musik. Die Töne sind absolut (B, A, C, H). Je nachdem, wie wir sie spielen und mit welchem Instrument, klingen dieselben Töne einmal positiv,
dann eher wieder schwermütig und traurig. Genauso verhält es sich mit unserem Denken: Die im Rahmen eines Denkprozesses entstehende Energie ist absolut und neutral und lässt sich mittels
EEG sogar genau messen. In der Magnetresonanztomographie (MRT) kann man mit speziellen Markern sehen, in welchen Areaen des Gehirns beim Denken viel Energie (= Zucker) verbraucht
wird. Dort kommt es zu einer vermehrten Anreicherung des Markers. Wir können uns also ansehen, wo im Gehirn gedacht wird.
Einmal aktiviert, können Nervenreize mit einer unglaublichen Geschwindigkeit (3–7 Meter pro Sekunde) vom Gehirn in die Speiseröhre und den Hals und wieder zurück rasen. Aber so wie mit den
Tönen und den Instrumenten geben wir der Wahrnehmung einmal eine positive und dann wieder eine negative Stimmung. Und genau diese ist jener Teil unseres Lebens, der sich mittels Technik
oder einer Maschine nicht messen lässt. Aber genau darum geht es: Einmal wird ein und dieselbe Wahrnehmung von uns positiv, dann wieder negativ erlebt, je nach unserer Gemütslage. Schon der
großartige griechische Denker Parmenides hat es um 470 v. Chr. auf den Punkt gebracht, als er sagte: Denken und Sein ist Dasselbe.

Arten der Wahrnehmungen

Eindrücke, die wir gewinnen, können aktuell entstehen, auf Vergangenem fußen oder durch im Unterbewusstsein zwischengeparkte Erinnerungen hervorgerufen werden.
All diese Wahrnehmungen können positiv oder negativ besetzt sein. Im Zusammenhang mit der Entstehung der Refluxkrankheit interessieren natürlich Letztere.
Da zählen also zunächst einmal jene Dinge, die wir augenblicklich als von außen auf uns treffende Reize live erleben: Der Chef brüllt uns an. Das Kind schreit pausenlos. Ein zu pflegender, dementer
Familienangehöriger wirft mit Exkrementen herum. Wir erhalten eine für uns schlechte Nachricht via Telefon, SMS oder E-Mail.
Dann gibt es die Wahrnehmungen aus der Erinnerungskiste, für die wir die Zusammenhänge, Gründe und Folgen nicht immer klar nachzuvollziehen vermögen. Bilder bzw. Filme von Erlebtem, also
etwa der letzte Arbeitstag, Streit mit dem Ehepartner, Sorgen wegen der Kinder oder wegen älterer Angehöriger etc.
Und weiters werden unsere Wahrnehmungen von Gedanken und Erinnerungen geprägt, die sozusagen im Unbewussten geparkt sind.
Wir erkennen sie nicht als solche, aber sie hinterlassen ihre Spuren und Abdrücke in unserer Stimmung und generell in unserem Gemüt. Plötzlich wissen wir nicht, wie uns geschieht. Wie es scheint,
befällt uns völlig unvermittelt eine Traurigkeit, Unsicherheit oder depressive Verstimmung, gepaart mit Sodbrennen, Knödelgefühl im Hals, Husten, Asthma-artigem Husten oder Heiserkeit.
Was ist hier geschehen? Hier sucht sich unverarbeitetes Emotionales ein Ventil, um auf sich aufmerksam zu machen, um sich Luft zu machen.




Cross Talk zwischen Gehirn und Speiseröhre

Wie kommt es nun zur Wahrnehmung von Refluxbeschwerden?
Grundsätzlich gilt: Schmerzen werden immer im Gehirn wahrgenommen, egal ob sie durch einen Reiz aus der Speiseöhre (= peripher) oder zentral im Gehirn entstehen. Vorstellen können
Sie sich das etwa so: Gedanken, Gefühle und Stimmungen sind nichts anderes als Energiefelder. Solche entstehen in einer Region des Gehirns und breiten sich in Nachbarregionen aus. Je nach der
Funktion der Areale im Gehirn erzeugen diese Energiefelder Veränderungen des Gemüts und der Stimmung. Sie müssen sich freuen, lachen oder werden bedrückt und weinen.

Drücken nun diese Energiefelder auf jene Areale im Hirnstamm, wo die Nerven der Speiseröhre und des Halses wurzeln, kommt es zur Reizung von Speiseröhre, Hals, Rachen und Mund. Die Folge:
Sie haben Sodbrennen, Aufstoßen, Hals-, Mund- und Zungenbrennen, Knödelgefühl im Hals.
Umgekehrt kann auch eine Säureattacke die Speiseröhre reizen.
Sie leitet dann diese Reizwelle über den Nervus vagus in den Hirnstamm weiter, wo die Nerven der Speiseröhre wurzeln. Dort kommt es zur Entladung von Energie, welche sich wiederum als
Welle in die benachbarten Gehirnareale ausbreitet. Dadurch werden diese Gehirnareale zum Mitschwingen aktiviert. Das führt in weiterer Folge zu Schwankungen der Stimmung und des Gemüts,
zu Husten, Lachen oder Weinen.

Die Weiterleitung von Nervenreizen ist also in beide Richtungen möglich: von der Speiseröhre ins Gehirn bzw. vom Gehirn in die Speiseröhre. Diese komplexe Unterhaltung zwischen Gehirn und
Speiseröhre, auch als Cross Talk bezeichnet, bestimmt Art und Intensität Ihrer Beschwerden.
Die Ausführungen sollen helfen zu verstehen, warum Reflux und die Verarbeitung des Erlebten auf der emotionalen Ebene gemeinsam die Beschwerden steuern, die man wahrnimmt (z.B. Sodbrennen, Husten, Heiserkeit). Die Frage ist nur, was vermag mehr Beschwerden auszulösen: der messbare Reflux oder die Steuerung aus dem Gehirn? Wer dominiert im speziellen Fall den Cross Talk:
das Gehirn, die Speiseröhre oder machen beide den Job? Es ist nicht immer leicht, herauszufinden, wie viel davon ursächlich im Gehirn und wie viel in der Speiseröhre entsteht. Dass beide Seiten
daran beteiligt sind, steht aber außer Frage.
Erfahren Sie nun, warum die Speiseröhre zur Bühne für den Austrag des Ausbleibs, also eines empfundenen oder tatsächlichen Mangels, geworden ist.

Der Ausbleib als (empfundener) Mangel an Zuwendung

Unter Ausbleib verstehen wir das als Mangel empfundene Aus bzw. Wegbleiben von Zuwendung, die wir als notwendig erachten, auf die wir glauben, einen individuellen Anspruch zu haben, die wir aber, aus welchen Gründen auch immer, nicht (mehr) bekommen haben. Die Zuwendung ist nicht unwiederbringlich weg,
sonst wäre es ja ein Aus-sein und ein Weg-sein. Es ist also eine Zuwendung, von deren Existenz wir Kenntnis besitzen, weil wir sie schon erfahren haben, von der wir aber durch die Geschehnisse und Umstände des Lebens getrennt worden sind. Deshalb geht es beim Ausbleib im Wesentlichen um den Mangel an Aufmerksamkeit, Respekt, Würde, Anerkennung, Wertschätzung, Dankbarkeit.



Aus dem Buch "Wenn Stress sauer aufstößt - Der Weg zu einer gesunden Speiseröhre" von Martin Riegler, Petra Fuss, Karin Hönig-Robier
ISBN 978-3-99002-070-8

Die Erfahrung der letzten Jahre hat gezeigt, dass psychischer Druck und Erkrankungen der Speiseröhre häufi g Hand in Hand gehen. Körperlichen (somati schen) und psychischen Symptomen (Gemüt, Stimmung, Seele) der Refluxkrankheit liegt oft ein gemeinsames, ursächliches Phänomen zu Grunde: der Mangel – der Mangel an Zeit und Lust, sich richtig zu ernähren oder zu entspannen sowie der Mangel an Zuwendung und Wertschätzung im Berufs- wie auch im Privatleben.
Erstmals werden die psychosomatische Seite und deren Bedeutung für die Diagnose und Therapie erörtert.

Dieses Buch liefert Ihnen die entscheidenden Informati onen:
□ Wie psychischer Druck auf die Speiseröhre wirkt
□ Ursachen, Diagnose und Behandlungsmöglichkeiten
□ Zahlreiche Patientenbeispiele
□ Alltagstipps für Betroff ene


Über die Autoren:

Univ. Doz. Dr. Martin Riegler
Geboren 1962. 1988 absolvierte er das Studium der Humanmedizin.
Von 1988 bis 1998 durchlief er die Facharztausbildung für Chirurgie im alten Wiener Allgemeinen Krankenhaus, an der 1. Chirurgischen Universitätsklinik in Wien. Von 1992 bis 1997 war Martin Riegler wissenschaftlicher Mitarbeiter im Beth Israel Hospital an der Harvard Medical School in Boston. Für seine wissenschaftlichen Arbeiten erhielt er 2002 die venia docendi (Habilitation) an der Medizinischen Universität Wien (MUW).
Martin Riegler war von 2002–2013 Oberarzt an der chirurgischen Universitätsklinik im Wiener Allgemeinen Krankenhaus und auf Erkrankungen der Speiseröhre (Reflux, Achalasie, Barrett-Ösophagus) spezialisiert.
Seit 2003 ist er regelmäßig als Visiting Professor beim bekannten Speiseröhrenchirurgen Prof. Dr. Tom DeMeester und beim führenden Pathologen Prof. Dr. Para Chandrasoma an der bekannten University of Southern California in Los Angeles (USA) tätig. Angeregt durch diese Kooperation beschritt Doz. Riegler für Österreich neue Wege in der Abklärung und Behandlung von Reflux.
2005–2013 hat Univ. Doz. Dr. Martin Riegler die chirurgische Funktionsdiagnostik der Universitätsklinik für Chirurgie, der Medizinischen Universität Wien (MUW) am Wiener Allgemeinen Krankenhaus geleitet.
Diese Abteilung gilt als höchstspezialisiertes Zentrum zur Abklärung von Funktionsstörungen der Speiseröhre (Reflux, Achalasie). Unter seiner Ägide wurden neue, moderne Technologien am Wiener AKH eingeführt: die hochauflösende Druckmessung der Speiseröhre; die kombinierte Impedanz-pH-Metrie (Refluxmonitoring) und die Radiofrequenz-Ablation (HALO®) zur Behandlung von Barrett-Ösophagus. In der Abklärung und Behandlung von Reflux entwickelte er ein neues Gewebeentnahmeprotokoll und eine maßgeschneiderte Operation gegen Reflux (Fundoplicatio) und holte auch neue chirurgische Therapiemethoden nach Wien (LINX-Ring-OP, EndoStim-OP). Die Innovationen wurden bei zahlreichen internationalen Kongressen präsentiert und in internationalen Fachzeitschriften veröffentlicht.
Neben seiner ärztlichen Tätigkeit ist Doz. Riegler seit 2003 auch der Herausgeber der international renommierten chirurgischen Fachzeitschrift „European Surgery“ (Springer Verlag).
Wichtig ist Doz. Riegler der ganzheitliche, holistische Zugang. Für ihn ist jeder Mensch ein Gesamtkunstwerk aus Körper, Seele, Gefühlen und Emotionen. Krankheit versteht er als Ungleichgewicht mit Beeinträchtigung der Lebensqualität und Produktivität. Deshalb sieht er seine Aufgabe darin, den Menschen Wege und Möglichkeiten zu zeigen, wie sie ihr Wohlbefinden wieder zurückbekommen können. Dabei ist die Operation nur eine von vielen Möglichkeiten.
Seine Rolle als Refluxspezialist beschreibt er als „gewissenhaften Sekretär auf dem Weg zu mehr Lebensqualität“.
Seit Oktober 2012 ist Martin Riegler auch ärztlicher Leiter des Reflux Medical Diagnose- und Therapiezentrums im 9. Bezirk in Wien. Dieses gilt als europaweit erstes Center of Excellence, das sich ausschließlich der Refluxkrankheit widmet.

Mag. Petra Fuss
geboren am 22.3.1972, absolvierte 1997 das Studium der Psychologie in Wien und bildete sich in den Jahren 1999–2000 zur Klinischen- und Gesundheitspsychologin weiter. Parallel dazu besuchte sie den Hochschullehrgang der Universität Wien für das Propädeutikum und Fachspezifikum für die Therapieausbildung (Verhaltenstherapie), den sie 2003 abschloss.
Sie arbeitete von 1998–2011 als Psychologin in der Justizanstalt Stein und ist zusätzlich seit 1999 in freier Praxis tätig. Insgesamt 12 Jahre, von 2000–2012, war Mag. Petra Fuss auch Lektorin für Psychologie an der Fachhochschule St. Pölten. 2010 gründete sie das Institut moment (St. Pölten, und Wien) mit Arbeitsschwerpunkt Traumatisierung und Persönlichkeitsstörungen, das sie bis heute leitet. Seit April 2014 betreut sie Refluxpatienten, deren Beschwerden psychische Ursachen haben.

Mag. Petra Fuss verfügt über folgende Zusatzcurricula mit Lizenz: Übertragungsfokussierte Psychotherapie (TFP), Skills-Training (DBT), Paar-und Sexualtherapeutie (AVM), Psychoanalytisch orientierte Organisationsberatung (ÖGATAP), Ernährungspsychologie/Ernährungstraining (AAP), diverse Techniken der Traumatherapie (ÖGVT, AAP, ZAP), Diagnostik
und Behandlung schwerer Persönlichkeitsstörungen (Justizakademie).
Mag. Petra Fuss lebt in einer Lebensgemeinschaft in Wien und arbeitet in St. Pölten und Wien.

Mag. Karin Hönig-Robier
1959 in Klagenfurt geboren. 1979 absolvierte sie das zweijährige College für Fremdenverkehrswirtschaft an den Wiener Fremdenverkehrsschulen sowie 1982 das Studium der Handelswissenschaften an der Wirtschaftsuniversität Wien. Bereits in dieser Zeit war sie als freie Journalistin für den „Börsen-Kurier“ im Einsatz.
Nach Abschluss des Studiums war Karin Hönig-Robier sieben Jahre lang als Marketing- und Verkaufsleiterin in einem internationalen Pharma-Unternehmen und weitere sechs Jahre als Marketingleiterin für das damals größte Wiener Immobiliendevelopment-Unternehmen (WED) tätig. 1997 machte sie sich als Marketing- und Kommunikationsberaterin im Rahmen
der PR-Agentur ConsuMed selbstständig und betreut seit damals viele Kunden aus dem Bereich Wissenschaft, Gesundheit und Soziales.
Neben ihren Beratungsagenden bringt sie ihr Know-how auch in zahlreichen Seminaren und Workshops ein und war mehrere Semester lang als Lektorin an der Fachhochschule für Immobilienwirtschaft (Kommunikation) sowie an der Werbeakademie (Einführung ins Marketing) engagiert.
Im Auftrag der Kronen Zeitung verfasste Karin Hönig-Robier in den Jahren 2000–2007 über 600 redaktionelle Beiträge zu Wirtschafts-, Sozialund Gesundheitsthemen, die in den Magazin-Beilagen „Zeit zum Leben“ und „Gesund & Familie“ publiziert wurden. Im Auftrag des Sozialministeriums erstellte sie Publikationen wie „Gesichter der Menschlichkeit – Freiwilligenarbeit in Österreich“ (2002) oder „15 Jahre Pflegegeld in Österreich“ (2008). Seit 2004 betreut sie die Redaktion des Magazins „Hauptsache gesund“(ehem. WirUs-Magazin), der Patienten-Zeitschrift des Evangelischen Krankenhauses Wien. Karin Hönig-Robier gilt auch als gefragte Co-Autorin für Publikationen, die sich an medizinische Laien richten. Mit Doz. Martin Riegler schrieb sie bereits 2014 das Buch „Nie wieder Sodbrennen“, das 2015 bereits in zweiter, erweiterter Auflage erschien.
Seit Mai 2013 nimmt Karin Hönig-Robier für das Reflux Medical Diagnose- und Therapiezentrum die Kommunikation nach außen wahr.

Achtung: Anrufe ohne angezeigte Rufnummer werden automatisch abgewiesen.
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